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Haushaltsrecht verhindert Sauna-Reparatur in Voerde

Foto: Lars Fröhlich

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Voerde.   Seit fünf Wochen ist die Sauna im Hallenbad geschlossen. Verwaltung prüft, wie sie den Auftrag vergeben kann.

Die Stadt befindet sich in keiner einfachen Situation, sie befindet sich in der vorläufigen Haushaltsführung. Welche Auswirkungen das haben kann, zeigt das Beispiel der Sauna im Hallenbad, die seit fünf Wochen geschlossen ist.

Bei den Unterkonstruktionen der Sitzelemente seien Schäden entdeckt worden, hieß es gestern auf Anfrage von Christian Garden (WGV) im Haupt- und Finanzausschuss. Eigentlich kein großes Problem, doch weil man sich in der vorläufigen Haushaltsführung befinde, so die Antwort von Bürgermeister Dirk Haarmann, könne man noch keinen Auftrag vergeben. Es werde geprüft, wie es gelingen könne.

Auf dem Papier gibt es im Etat 2021 einen Überschuss von 2,5 Millionen Euro. Wenn alles eintrifft, wie die Verwaltung es plant. Aktuell sieht es noch anders aus: Im städtischen Haushalt für 2018 klafft aber eine Lücke von 1,5 Millionen Euro.

Wie die Verwaltung mitteilte, sei das etwas weniger als bei der Einbringung des Etatentwurfs im Dezember. Der Entwurf wies einen Fehlbedarf von 1,7 Millionen Euro aus.

Ein Grund für die Verbesserung des Ergebnisses ist die Kreisumlage. Der Hebesatz wird 38,5 Prozent betragen, Voerde hat mit 39 Prozent geplant. Die Reduzierung, die noch am 22. März von Kreistag beschlossen werden muss, zahlt sich für Voerde aus: 250000 Euro muss die Stadt weniger an den Kreis überweisen.

Zum Rückgang tragen auch Einsparungen an anderen Stellen und Maßnahmen des Haushaltsicherungskonzeptes bei. Bei der Abstimmung gab es keine Gegenstimme, in der nächsten Woche tagt der Rat und verabschiedet den Etat.

Ohne Diskussion haben sich die Ausschussmitglieder bei einer Enthaltung von Christian Garden für die Neuorganisation der Vorstandsbereiche ausgesprochen.

Wenn der Rat am nächsten Dienstag der Empfehlung des Ausschusses folgt, wird einen Tag später Lothar Mertens zum Dezernenten ernannt und Jürgen Hülser die Funktion des Kämmerers übertragen. Keinen Widerspruch gab es von den Politikern, als Bürgermeister Haarmann sagte, man wolle beim Drei-Säulen-Modell mit zwei Beigeordneten bleiben.

Die neuen Beigeordneten sollen ihren Dienst antreten, wenn der jetzige Erste Beigeordnete Wilfried Limke und Lothar Mertens in den Ruhestand treten.

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