Hier ist Dinslaken „mehr Zweiter als der Rest“

Dinslaken.   Witteks GIFs der KSL-Woche 2016 flimmern zu wummerndem Hip Hop über die Wand des ehemaligen Wettbüros an der Friedrich-Ebert-Straße 90. Viel beachtet von der schwitzenden Menge im geradezu konsequent nicht zu belüftenden Ladenlokal, allerdings außer Konkurrenz. Im Wettbewerb um den traditionellen KSL-Kurzfilmpreis stehen zwölf andere Filme. Und die sind teils so unterschiedlich, dass die Entscheidung des Publikums, die erst heute um 19 Uhr im Rahmen der Verleihung des „Kleinen Hercules“ in den Sparten bester Künstler, bester Film und beste Band bekannt gegeben wird, kaum vorherzusehen ist. Das Spektrum reichte vom Musikvideo von Elwood bis zu Kai Dauvermanns Präsentationsfilm des Modeateliers von Tatjana Overdick.

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Witteks GIFs der KSL-Woche 2016 flimmern zu wummerndem Hip Hop über die Wand des ehemaligen Wettbüros an der Friedrich-Ebert-Straße 90. Viel beachtet von der schwitzenden Menge im geradezu konsequent nicht zu belüftenden Ladenlokal, allerdings außer Konkurrenz. Im Wettbewerb um den traditionellen KSL-Kurzfilmpreis stehen zwölf andere Filme. Und die sind teils so unterschiedlich, dass die Entscheidung des Publikums, die erst heute um 19 Uhr im Rahmen der Verleihung des „Kleinen Hercules“ in den Sparten bester Künstler, bester Film und beste Band bekannt gegeben wird, kaum vorherzusehen ist. Das Spektrum reichte vom Musikvideo von Elwood bis zu Kai Dauvermanns Präsentationsfilm des Modeateliers von Tatjana Overdick.

Ende des Monats wird DVB-T von DVB-T2 abgelöst. Ein Grund für Ingo Borgardts, Dachantennen zu Klarinettenklängen über den Beamer an die Wand zu werfen. Philipp Kowalski dagegen zeigt in den vorgegebenen unter acht Minuten mit „Ascona“ einen kompletten Thriller mit einer überraschenden Wendung. Überraschend ist auch ein Beitrag aus Berlin: Dort gibt es eine Bäckerei, die aus Dinkelmehl, Thunfisch, Kräutern der Provence und Blattvergoldung Valentinskuchen in Herzform herstellt: für Katzen!

Doch warum so weit schweifen, wenn Dinslaken um uns herum ist. Ob die DIN-Tage oder eine stehen gebliebene Rolltreppe in der NeutorGalerie: Dinslaken ist als Filmstadt ganz vorne. Und wieso nur als Filmstadt? Der schrägste Beitrag des Abends wirbt in breitestem amerikanischen Englisch für die Stadt. Und zwar ausgerechnet bei Donald Trump. Amerika mag zwar bei dem zuerst kommen. Aber Dinslaken sei viel mehr gleich zweiter als alle anderen, so Thomas Pieperhoff. Ein Stadtporträt zwischen Größenwahn, Selbstironie und knallharter Politsatire gegen den amerikanischen Präsidenten. Der Stadtsprecher amüsiert sich köstlich: „Den Film müssen wir vor der nächsten Ratssitzung zeigen!“

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