Stadtplanung

Hünxe: Danziger Platz wird neu gestaltet – das ist der Plan

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Eine einzige versiegelte Fläche. So sieht der Danziger Platz in Bruckhausen heute aus. In Zukunft soll er wesentlich grüner werden.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Hünxe.  In Hünxe-Bruckhausen soll der Danziger Platz neu gestaltet werden – mit mehr Grün. Ein erster Entwurf wurde im Klimaschutz-Ausschuss gezeigt.

Wenn man einen genaueren Blick auf den Danziger Platz im Herzen von Bruckhausen wirft, dann fällt der Blick vor allem auf Steine. Der gesamte Platz ist gepflastert, von der Hauptstraße bis zur Kirche Unsere Arche, die eine Seite des Platzes einnimmt. Lediglich den Bäumen an der kleinen „Allee“ an der Seite des Platzes wird ein wenig Luft am Boden eingeräumt.

Das soll sich in Zukunft ändern, zumindest, wenn es nach dem Entwurf des Büros Drecker in Bottrop-Kirchhellen geht, den Landschaftsarchitekt Niklas Hoepner vom Büro im Ausschuss für Planung, Umwelt und Klimaschutz der Gemeinde Hünxe vorstellte.

Parkplätze und Flächenversiegelung als Probleme

„Der Platz hat Potenziale, aber auch Probleme“, erklärte Hoepner, der selbst aus Bruckhausen stammt und daher den Raum nur allzu gut kennt. Eines der Probleme, an dem das Planungsbüro nach Vorgaben der Stadt auch nichts ändern sollte, sind die Parkplätze, die den Platz zwischen Kirche und Hauptstraße quasi einmal „durchschneiden“.

Das zweite Problem: die oben schon angesprochene Versiegelung des gesamten Platzes. Mehr als 95 Prozent der 3900 Quadratmeter umfassenden Fläche des Platzes sind versiegelt. „Das ist erschreckend“, kommentierte Ulrich Slusarek von den Grünen diesen Umstand. Genau da soll die Planung auch ansetzen.

Mehr Grün auf dem Platz schaffen und den Verkehr ausblenden

Die kleine „Allee“ mit Akazien soll erhalten und die Fläche darum herum entsiegelt werden. Auch auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes soll mehr Grün entstehen und eine Möglichkeit zum Spielen, Verweilen und Abstellen von Fahrrädern geschaffen werden. Verweilen soll man auch im Raum der jetzigen „Allee“ können. Grüner werden soll es auch auf der kleinen „Insel“, zwischen der Hauptstraße und den Parkmöglichkeiten soll mehr Grün entstehen. „Wir wollen über die Begrünung schaffen, den Autoverkehr auszublenden“, erklärt Niklas Hoepner. Rund 30 Prozent der Platzfläche sollen mit diesen Maßnahmen außerdem entsiegelt werden.

Zudem ist eine Station für E-Bikes geplant, an der Stelle, wo sich heute das Wartehäuschen für den Bus befindet. „Es soll dort wieder eine Bank geben, so dass man sich bei Regen dort geschützt aufhalten kann“, erklärt Niklas Hoepner. Hier soll außerdem ein Trinkwasserbrunnen entstehen, der dann von ankommenden Radlern direkt genutzt werden könnte. Der Hauptteil des Platzes, zwischen der Kirche und den Parkplätzen, soll einen helleren Belag bekommen, der mehr Sonnenlicht zurückstrahlen soll und damit dafür sorgt, dass sich der Platz im Sommer weniger aufheizt.

Änderungen und nachträgliche Arbeiten sind noch möglich

Die Politik zeigte sich angetan von den Plänen. Allerdings fragten die Grünen nach, ob man nicht doch den einen oder anderen Parkplatz streichen könnte. Hier müsste, wie Kämmerer Michael Häsel anmerkte, die Gemeinde allerdings die Kosten so einer Maßnahme selbst tragen, da Verkehrsplanung nicht Gegenstand der Fördermittel sei, die für die Umgestaltung des Platzes beantragt werden sollen. Das könnte daher auch noch im Nachhinein passieren, sollten die Parkplätze tatsächlich irgendwann nicht mehr gebraucht werden, da die Gemeinde die Kosten selbst tragen müsste.

Die Vorstellung der Entwurfsskizze diente einer ersten Information. Der Entwurf kann noch angepasst werden. Abschließend wird nun der Rat am 18. Oktober einen Beschluss zur Antragsstellung der städtebaulichen Förderung fassen, der dann auch den Vorentwurf und eine Kostenschätzung beinhalten soll.

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