Hurrikan "Irma“

Hurrikan „Irma“ war gnädig mit Dinslakenerin Claudia Lang

Am Freitag war das Wetter noch prima: Da ging Claudia Lang zur Ablenkung in Orlando eine Runde Tennisspielen.  

Foto: Privat

Am Freitag war das Wetter noch prima: Da ging Claudia Lang zur Ablenkung in Orlando eine Runde Tennisspielen.   Foto: Privat

Florida/Dinslaken.  Die Dinslakenerin wohnt seit 22 Jahren in Orlando/Florida. Weil ihre Wohnsiedlung nicht an der Küste liegt, sind die Schäden überschaubar.

Montag, 8.30 Uhr in Orlando. Die Nacht nach Hurrikan „Irma“. Claudia Lang, die Dinslakenerin, die seit 22 Jahren in Florida lebt, ist gerade aufgestanden. Per Videoanruf nimmt sie die NRZ mit nach draußen, in ihre Wohnsiedlung. „Irma“ war gnädig mit Claudia: „Ein paar Dachziegel sind heruntergefallen“, sagt sie und hält die Kamera auf Scherben auf dem Rasen.

Ein Nachbar schaut vorbei. „Alles in Ordnung bei Euch?“, fragt Claudia. Jetzt, erzählt sie, kommen alle heraus, um die Schäden, die der Sturm hinterlassen hat, zu inspizieren. Auf dem Grundstück gegenüber hat der Sturm reihenweise Bananenbäume entwurzelt, die Bewohner scheinen nicht daheim zu sein. Der Nachbar versucht, den Baum zu bewegen. „Zu groß“, sagt Claudia, ihr Mann werde gleich helfen. „Ich bin froh, dass mein Magnolienbaum stehen geblieben ist“, sagt sie und zeigt den großen Baum im Vorgarten. „Der hat heute Nacht im Wind ganz auf der Seite gelegen.“

Nicht wirklich viel geschlafen in der Nacht vor Hurrikan

Wirklich geschlafen haben Claudia und Mike Lang nicht. „Gestern Abend ist der Strom ausgefallen“, berichtet sie, bis morgens lief er noch nicht. Unfassbare Regenmengen hätten gegen die Hauswand gepeitscht. „So stark, dass drinnen ein Bild und eine Uhr heruntergefallen sind“, berichtet sie, aber das „ist nichts.“ Bei ihrer Freundin sei ein Terrassenstuhl ins Fenster geflogen, nun sei die Scheibe kaputt, drinnen alles nass.

Eine Wiese, die gestern noch trocken war, ist nun ein See. Und vorbei sei der Sturm noch lange nicht. Sie zeigt auf die finsteren Wolken, die am Himmel zirkulieren. „Die Seitenausläufer des Sturms sind manchmal noch schlimmer als der Sturm.“ Immer noch gießt es, immer wieder zerren heftige Windböen an der Dinslakenerin. „Wir haben Glück hier, weil die Siedlung in einer Kuhle liegt.“ Ein Teil des Windes gehe darüber hinweg.

In der Ruhe vor dem Sturm am Abend vorher war Claudia deswegen recht gelassen. „Wir haben alle Stühle reingeräumt“, sagte sie. Manche Freundinnen hätten Hurrikan-Parties veranstaltet. „Was soll man auch machen, wenn man drinnen warten muss.“

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik