Sicherheit

In Dinslaken sollen Plätze geschützt werden

In Duisburg sind bereits feststehende und versenkbare Poller zum Schutz vor Terrorangriffen installiert worden. Auch in Dinslaken sollen Maßnahmen ergriffen werden.

In Duisburg sind bereits feststehende und versenkbare Poller zum Schutz vor Terrorangriffen installiert worden. Auch in Dinslaken sollen Maßnahmen ergriffen werden.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Die Verwaltung präsentierte ihre Sicherungsmaßnahmen für die City. Die Gesamtkosten für den Schutz vor Angriffen liegen bei 1,75 Millionen Euro.

Die schrecklichen Ereignisse von Berlin, von Nizza und von Münster sind noch nicht verblasst. Mit Fahrzeugen wurden Anschläge verübt, bei denen Menschen getötet wurden. Danach wurde überlegt, wie Plätze und Innenstadtbereiche, die von vielen Menschen aufgesucht werden, vor solchen Angriffen geschützt werden können. In der Duisburger Innenstadt werden Poller errichtet. Was in der Dinslakener Innenstadt gemacht werden kann, stellte Volker Pohl vom Fachdienst Bauen am Dienstag im Ausschuss für öffentliche Sicherheit, Ordnung und Verkehr vor.

Poller bieten Schutz

Nach den Anschlägen habe es Gespräche zwischen der Polizei und der Verwaltung gegeben, so Pohl. Dabei sei herausgekommen, dass Schutzmaßnahmen für den Neutorplatz, für die Neustraße und für den Altmarkt vorstellbar sind. Auf den Plätzen finden stark frequentierte Veranstaltungen statt, in der Fußgängerzone sind immer viele Menschen unterwegs. Schutz vor Angriffen mit Fahrzeugen würden Poller bieten. Dabei müsse an Rettungsfahrzeuge und den Lieferverkehr gedacht werden. Deshalb müssen neben starren auch absenkbare Poller installiert werden.

Zwölf Standorte kommen in Frage

Wie Volker Pohl im Ausschuss berichtete, kommen zwölf Standorte für Sicherungsmaßnahmen in Frage. Dort würden 17 versenkbare und 82 starre Poller verbaut. Für den Neutorplatz sind diese Maßnahmen denkbar: Die Gasse zwischen der Neutor-Galerie und der Hans-Böckler-Straße würden zwei starre Poller sichern.

Zwischen dem Kiosk und Rossmann sind ein versenkbarer und zwei starre Poller vorgesehen. Den Bereich zwischen Kiosk und Pavillon sollten Poller (zwei versenkbare und zwei starre) als eine Sitzmauer sichern. Die an der Gaststätte Maaß vorhandene Mauer sollte gespiegelt werden, so Pohl. Diese Idee sei aber verworfen worden, weil die Mauer 90 bis 110 Zentimeter hoch sein müsste. Hier sollten auch Poller installiert werden, die aber mit Blumenkästen überstülpt werden. Zur Neustraße hin wären in Höhe der Apotheke sieben (zwei versenkbare und fünf starre) Poller nötig. Weitere würden zur Saarstraße hin installiert.

Poller würden auch an der Lessingstraße aufgestellt und so den Bereich Fußgängerzone und Friedrich-Ebert-Straße schützen. Maßnahmen sind auch an der Brückstraße und rund um den Altmarkt vorgesehen.

Anlagen benötigen einen Stromanschluss

Neben den Pollern müssen ein Stromanschluss, eine Lichtsignalanlage – denn nur bei grün dürfen die herabgelassenen Poller überfahren werden – und Induktionsschleifen vorhanden sein. Tiefe Fundamente sind erforderlich und das schaffe wegen der vorhandenen Strom-, Wasser- und Gasleitungen Probleme. Das gelte es bei der Auswahl der Standorte zu beachten.

Verschiedene Poller können eingesetzt werden. Es gebe Poller, die einen 7,5-Tonnen-Laster aufhalten, der mit 48 km/h auf das Hindernis trifft. Es gibt aber auch Poller, die dem Aufprall mit 80 km/h standhalten. Der Schutz der Plätze ist auf jeden Fall keine preiswerte Angelegenheit. Starre Poller kosten etwas über 10.000 Euro das Stück, versenkbare zwischen 34.000 und 36.000. Die Blumen-Poller für den Neutorplatz würden pro Stück mit 21.450 Euro zu Buche schlagen. Hiervon müssten elf Stück angeschafft werden.

Umsetzung soll zeitlich gestreckt werden

Insgesamt, so die erste Schätzung der Verwaltung, würden für alle vorgesehenen Poller Kosten in Höhe von 1,75 Millionen Euro anfallen. Auf die Sicherung des Neutorplatzes entfallen Kosten in Höhe von 850.000 Euro, für die Neustraße sind es eine halbe Million Euro und für den Altmarkt 400.000 Euro.

Der Bericht im Ausschuss diente allein der Information. Dezernentin Christa Jahnke-Horstmann kündigte an, dass man nun Beschlussvorlagen erarbeiten wolle. Die Umsetzung der Maßnahmen soll zeitlich gestreckt werden. Aus Reihen der Ausschussmitglieder wurde nachgefragt, ob es dafür Geld vom Land oder vom Bund geben würde. Eine Sache, die noch geklärt werden muss.

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