Aktion

In Voerde stehen Frauen im Mittelpunkt

Die Sankt Paulus Gospelsingers unter der Leitung von Stefan Büscherfeld sorgten für das musikalische Rahmenprogramm im Rathaus.

Foto: Lars Fröhlich

Die Sankt Paulus Gospelsingers unter der Leitung von Stefan Büscherfeld sorgten für das musikalische Rahmenprogramm im Rathaus. Foto: Lars Fröhlich

Voerde.   Alle zwei Jahre gibt es im Vorfeld des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen Aktionswochen.

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Alle zwei Jahre gibt es im Vorfeld des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November in Voerde Aktionswochen. Frauenzentrum Voerde, die Frauengeschichtswerkstatt, Frauen AG Lokale Agenda und Gleichstellungsstelle der Stadt haben gemeinsam ein Programm auf die Beine gestellt, das sich mit dem Thema weibliche Spiritualität beschäftigt.

Zentral dabei die Ausstellung „Mein Himmel - mein Glaube - mein Leben“, die am Freitag eröffnet wurde und bis zum 26. November im großen Sitzungssaal des Rathauses zu sehen sein wird.

Es immer noch nötig, ein Zeichen zu setzen

„Es ist leider immer noch nötig, ein Zeichen zu setzen, wenn es um Gewalt gegen Frauen geht“, sagte Voerdes Bürgermeister Dirk Haarmann zur Eröffnung von Ausstellung und Aktionswochen.

Nicht nur in Kriegs- und Krisengebieten würden Frauen erheblich mehr Leid erfahren, da ihnen neben den allgemeinen Problemen noch weitere Gewalt und sexuell motivierte Übergriffe drohen. „Auch bei uns ist Gewalt gegen Frauen existent“, sagte Haarmann.

Frauen dürfen keine Priesterfunktionen wahrnehmen

Dabei muss es nicht immer um physische Gewalt gehen. Es sind oft auch Rollenbilder, die Frauen unterdrücken. „Religionen sind alles andere als geschlechtsneutral“, erklärte Bettina Loogen, die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Voerde.

Oft seien Frauen den Männern im Glauben untergeordnet und dürften keine Priesterfunktionen wahrnehmen. So wurde die weibliche Spiritualität zum Thema. „Wir haben die Bereiche angesprochen, zu denen wir einen Zugang haben“, erklärte Bettina Loogen weiter.

So findet sich im Ratssaal nun die Ausstellung „Pionierinnen im Pfarramt“, die von den Frauen in der evangelischen Kirche im Rheinland erzählt. Walburga Schild-Griesbeck öffnet mit ihren abstrakten Bildern unter dem Titel „Raumloses Blau“ den Himmel.

„Die religiösen Frauen von Voerde“

Mit „Die religiösen Frauen von Voerde“ erzählt die Frauengeschichtswerkstatt von bekannten Frauen vor Ort, während die Fotocollagen von Mareike Kowalski den Betrachtern den Blick öffnen auf die Weiblichkeit des Göttlichen, wie es in vielen Naturreligionen präsent ist. Dazu gibt es eine Sammlung von muslimischen Gebetsteppichen zu sehen, einen Marienaltar und einen Pavillon, der zur Einkehr einladen soll.

Zur Eröffnung gab es Musik von den Sankt Paulus Gospelsingers unter der Leitung von Stefan Büscherfeld. In dieser und der nächsten Woche wird es im Ratssaal mehrere Veranstaltungen rund um das Thema weibliche Spiritualität geben. Höhepunkt dabei sicherlich der Vortrag der ehemaligen Ministerin und Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth zum Thema „Christliche Ethik und politisches Handeln“ am 23. November um 18 Uhr.

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