Karneval

Jecken in Dinslaken-Eppinghoven feiern heitere Galasitzung

Die KG „We sind wer dor“ bei der Begrüßung des Publikums im Tribünenhaus der Trabrennbahn.

Foto: Lars Fröhlich

Die KG „We sind wer dor“ bei der Begrüßung des Publikums im Tribünenhaus der Trabrennbahn. Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Mit einem bunten Programm aus eigenen Aktiven und Gästen beging die Karnevalsgesellschaft „We sind wer dor“ ihre Galasitzung.

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Das Tribünenhaus der Trabrennbahn ist gut gefüllt, als Guido Hoss die Bühne betritt. Dem Publikum klagt er sein Leid: Seine Frau meint, er müsse doch mal abnehmen. „Sie hat mir gesagt, ich sähe aus wie das fleischgewordene Michelin-Männchen“, erzählt er. Auch sein Arzt plädiere für mehr Bewegung. „Ich soll nur den Kopf schütteln, wenn mir jemand etwas zu essen anbietet“, erzählt Hoss auf der Bühne. Dann präsentiert er sein eigentliches Kostüm: eine eng anliegende, rote, bodyartige Unterhose für den Herren von Welt. „Rot sind die Hosen“, singt er dann auf die Melodie des Karnevalsklassikers „Rot sind die Rosen“. Sofort machen die Zuschauer begeistert mit, stehen auf, klatschen im Takt und fordern schließlich noch eine Zugabe von „Mister Feinripp“. Die gibt er gerne und weiß auch gar nicht, was die Aufregung um seine Figur soll. „Ich habe einen Waschbrettbauch – im Speckmantel“, sagt er.

Eppinghovener Fünkchen sorgen für Begeisterung

Doch auch die jecken Eigengewächse der Karnevalsgesellschaft (KG) „We sind wer dor“ können beim Publikum punkten. Schon beim Eröffnungslied der Galasitzung tönt die Textzeile „So wie in jedem Jahr ist Eppinghoven da“ durch den Raum, gesungen von Narren und Publikum gleichermaßen. Dann sorgen die „Eppinghovener Fünkchen“ für Begeisterung. Die jüngste Tanzgarde der Karnevalsgesellschaft begeistert die Zuschauer mit einer eigenen Choreographie und tanzt dann direkt mit den „Eppinhovener Funken“, der eigentlichen Tanzgarde des Vereins, direkt noch eine Runde weiter. Natürlich gibt es dafür vom Publikum eine Applaus-Rakete.

Warum die Eppinghovener Narren den Karneval unter dem Motto „Ob Paragraphen-Dschungel oder Jagdrevier, Hauptsache der Karneval ist wieder hier“, feiern, erklärt sich durch Prinz Lars I. und Prinzessin Daniela I. (beide Sandrowski mit bürgerlichem Namen). Denn bei dem Ehepaar, das die Eppinghovener Jecken regiert, zählt der Prinz die Jagd zu seinem Hobby, während sich die Prinzessin als selbstständige Steuerberaterin gerne mal im Paragraphen-Dschungel tummelt. „Wir sind sehr stolz, uns hier oben zu sehen“, erklären die beiden bei ihrer Prinzenrede dem versammelten Narrenvolk.

Das Publikum klatscht im Takt mit

Für Stimmung im Saal sorgt Jessica Denter. Nachdem sich Carolin Kirchner, die andere Hälfte des vereinseigenen Gesangsduos „Red Flair“ vorerst zurückgezogen hat, sorgt die Sängerin alleine für Stimmung im Saal. Mit Liedern wie „1000 Träume weit“ bringt sie das Publikum dazu, den Takt mitzuklatschen und teilweise auch mitzusingen.

Mit einem dreifachen „Duisburg Ahoi“ und Totenkopf-Flagge ausgerüstet, entern die „Piraten des Südens“ die Bühne. Die Karnevalsgesellschaft aus Duisburg sorgt mit rockigen Tönen, Gardetänzen und dem „Piratentanz“ für Stimmung beim Publikum, das mit den Eppinghovener Jecken bis in den späten Abend feiert.

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