Jugendamtselternbeirat

Jugendamtselternbeirat hilft in Dinslaken bei Kita-Fragen

Andreas Kalthoff und Kathrin Hitzmann sind zwei von insgesamt elf Mitgliedern des Jugendamtselternbeirats in Dinslaken.

Foto: Lars Fröhlich

Andreas Kalthoff und Kathrin Hitzmann sind zwei von insgesamt elf Mitgliedern des Jugendamtselternbeirats in Dinslaken. Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Jugendamtselternbeirat vertritt die Interessen von Müttern und Vätern mit Kita-Kindern. Gremium vermittelt zwischen Politik und Elternschaft.

Sie sind Schlichter und Vermittler zwischen Politik und Elternschaft, sie beraten im Jugendhilfeausschuss und in der AG78 – der Arbeitsgemeinschaft, in der Politik, Verwaltung und die Freien Träger zusammenkommen. Sie sind die Interessensvertretung der Elternbeiräte oder – wie es Andreas Kalthoff nennt – „die Sprecher der Kindergärten in Dinslaken“: Die Mitglieder des hiesigen Jugendamtselternbeirates (JAEB).

„Wir versuchen, uns in Kindergärten einzubringen und vor allem die Eltern zu unterstützen“, erklärt Kalthoff. Der Vater einer fünfjährigen Tochter ist 1. Vorsitzender und engagiert sich im dritten Jahr für den JAEB; gemeinsam mit zehn weiteren Eltern, die alle Kinder in Kitas haben. So ist es Voraussetzung.

Gremium ist mal mehr und mal weniger bekannt

Andreas Kalthoff und Beisitzerin Kathrin Hitzmann haben stellvertretend für den JAEB das Gespräch mit der NRZ-Redaktion gesucht. Um aufmerksam zu machen auf sich und ihre Arbeit.

In politischen Kreisen sei das Gremium angekommen und werde wahrgenommen, an den Kindergärten selbst sei der Elternbeirat mal mehr und mal weniger bekannt, sagt Andreas Kalthoff. Das will der Jugendamtselternbeirat ändern. „Wir wollen Ansprechpartner für die Kindergarteneltern sein, aber dafür müssen erstmal möglichst viele Eltern uns kennen“, erklärt Hitzmann.

Eingeschaltet bei Umbauplänen

In der Vergangenheit hat sich der JAEB beispielsweise eingeschaltet bei den Umbauplänen der Kita an der Dickerstraße. Die ersten Pläne nämlich, so Kathrin Hitzmann, deren vierjähriger Sohn Justus die Kita aktuell besucht, „sahen nicht so vielversprechend aus. Wir haben uns also mit mehreren Eltern zusammengesetzt und alternative Vorschläge erarbeitet, die auch für uns tragbar sind. Und für unsere Kinder.“ Diese Ideen wiederum habe der JAEB dann in die AG78 getragen.

Auch beim Kita-Streik vor zwei Jahren war der Elternbeirat aktiv, habe organisiert, dass Kinder und Eltern gemeinsam vor dem Rathaus auf ihre missliche Lage aufmerksam machten. „Wir helfen den Eltern dabei, sich zusammen zu tun“, sagt Andreas Kalthoff.

Diskussionen um Neubau der Kita Teerstraße begleitet

Aktuell war das in der Diskussion um den Neubau der Awo-Kita Teerstraße der Fall: Hier hat Kalthoff den Kontakt zu den Eltern gesucht, sie in den Jugendhilfeausschuss eingeladen, darum gebeten, ihre Sorgen selbst an die Politiker weiterzutragen, gemeinsam mit einigen Eltern ein Schreiben mit Wünschen an den neuen Standort formuliert. Ihnen gezeigt, was für Möglichkeiten sie haben, sich einzubringen.

„Kindergarten ist eben doch oft auch sehr politisch“, sagt Kathrin Hitzmann. Sie hat das während ihrer ehrenamtlichen Arbeit im Jugendamtselternbeirat immer wieder festgestellt, vermittelt es nun gerne an andere Eltern: „Mich interessiert, was kommunal für die Kinder passiert.“

www.dinslaken.jaeb.nrw

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