60 Jahre ND-Jugendzentrum

Jung und attraktiv: Viele in Dinslaken unter einem Dach

Das ND-Jugendzentrum Dinslaken nach dem 2. Bauabschnitt im Jahre 1965.

Das ND-Jugendzentrum Dinslaken nach dem 2. Bauabschnitt im Jahre 1965.

Foto: Archiv

Dinslaken.   ND-Jugendzentrum feiert sein 60-jähriges Bestehen mit Festakt. Klaus Lasse, Vorsitzender des Fördererkreises, wird nach 40 Jahren verabschiedet.

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Das ND-Jugendzentrum ist „das“ Jugendzentrum in der Dinslakener Innenstadt. Als Ort der Freizeitgestaltung, der pädagogischen und kulturellen Arbeit und der außerschulischen Bildung ist es seit 60 Jahren Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern.

Als das ND-Jugendzentrum am 8. Dezember 1958 eingeweiht wurde, galt es als ein Pilotprojekt für neue Wege der Jugendarbeit in NRW, im Bistum Münster sowie in der Stadt Dinslaken. Unzählige Lebensgeschichten von Kindern und Jugendlichen sind bis heute mit diesem „Haus der Offenen Tür“ verbunden. Unter dem Motto „Jung und attraktiv – viele unter einem Dach – 60 Jahre ND-Jugendzentrum Dinslaken“ lädt der Fördererkreis mit Vorstand Klaus Lasse, Beirat Matthias Höyng und Leiter Martin Baumann zum offiziellen Festakt am Samstag, 8. Dezember, um 11 Uhr in das Haus an der Beethovenstraße ein. Im Rahmen der Veranstaltung wird Diplom-Theologe Klaus Lasse nach 40-jähriger Amtszeit als Vorsitzender des ND-Fördererkreises verabschiedet.

„Das Jubiläum soll ein bisschen Erinnerung sein. Nach so langen Jahren stehen Wiedersehen und Begegnung im Vordergrund“, sagt Lasse. Rund 200 Gäste seien eingeladen. „Ich freue mich auf das Zusammentreffen von Menschen, mit denen ich 40 Jahre zu tun hatte. Es war eine spannende Zeit mit der Entwicklung der offenen Jugendarbeit.“ Und: „Wir können sehr gut nach vorne schauen.“ Nach der langen Zeit der Geschäftsführung durch Wolfgang Neuß liege diese nun seit zwei Jahren in neuen bewährten Händen von Bernd Schiff.

Ab 1. Januar 2019 „kooperatives Vorstandsmodell“

Ab 1. Januar 2019 greife eine neue Satzung mit einem „kooperativen Vorstandsmodell“, so Lasse, mit vielen gewählten Vorstandsmitgliedern, die den geschäftsführenden Vorstand bildeten und für verschiedene Arbeitsgebiete zuständig seien. ND-Leiter Martin Baumann (seit 2000) und Geschäftsführer Bernd Schiff erhielten erweiterte Kompetenzen, seien in die Vorstandsarbeit involviert. Lasse: „Wir bleiben in freier Trägerschaft.“

Der scheidende Vorsitzende des Fördererkreises erinnert an die Ursprünge des Hauses und dessen Gründer Aloys Angenendt: „Ohne ihn gäbe es das ND-Jugendzentrum nicht.“ Der 1985 verstorbene Studiendirektor i.R. sei der geistige Initiator dieses Hauses der „Offenen Tür“ gewesen. „Durch sein beeindruckendes persönliches Engagement und seinen pädagogischen Weitblick konnte in Dinslaken ein Zentrum der Jugendarbeit entstehen und weiterentwickelt werden.“

Lasse erwähnt auch die Planungen und Ausführungen von Architekt Heinz Buchmann. Nach dem 1. Bauabschnitt und der Eröffnung am 8. Dezember 1958 habe sich das ND-Jugendzentrum mehr und mehr zu einem Treffpunkt von Jugendlichen aus der Stadt und dem Kreisgebiet entwickelt. „Der Stamm wuchs schnell auf 400 bis 800 Jugendliche.“ Um Räume für deren Wünsche und Bedürfnisse vorzusehen, wurde aus dem Heim der „Halb-Offenen-Tür“ 1963 ein Heim der „Ganz-Offenen-Tür“. Als bauliche Erweiterung konnte im Februar 1965 der 2. Bauabschnitt eröffnet werden.

„Wir sind immer am Puls der Zeit gewesen, viele Eltern und Großeltern waren als Kinder bei uns. Manche haben hier in der Disco ihren Partner gefunden“, blickt Klaus Lasse zurück. Sämtliche Altersklassen und sozialen Schichten nutzten die vielfältigen Angebote, „eben verschiedene Generationen unter einem Dach“. Und Lasse fügt hinzu: „Das Haus lebt. Der unmittelbare menschliche Kontakt hier im ND begeistert mich bis heute.“

gehört weder der Stadt noch der Kirche. Es wird getragen von einem örtlichen Freien Träger, dem „Fördererkreis ND-Jugendzentrum Dinslaken e.V.“ Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, über die öffentlichen Zuschüsse hinaus, die Qualität und Angebotsvielfalt der Arbeit durch Eigenmittel und tatkräftiges Engagement zu ermöglichen und zu sichern. Jedes Jahr muss der Trägerverein erhebliche Mittel aufbringen, in erster Linie um Geld- und Sachspenden bitten. Auch braucht er immer Unterstützung durch neue Mitglieder.

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