Wirtschaft

Kanalerneuerung schafft in Dinslaken Probleme

Seit einigen Wochen wird auf der Augustastraße der Kanal erneuert.

Foto: Heiko Kempken

Seit einigen Wochen wird auf der Augustastraße der Kanal erneuert.

Dinslaken.   Wie Christos Giapracas sagt, wissen die Kunden nicht, ob sie wegen der Baustelle auf der Augustastraße vor dem Imbiss parken können.

Die Baustelle auf der Augustastraße ist da, schon ein paar Wochen. Das, was Christos Giapracas befürchtet hatte, ist auch eingetroffen. Kunden verzichten auf einen Besuch seiner Imbissstube. Wie er sagt, sind sie verunsichert, fragen sich, ob sie vor dem Nikolaus Grill einen Parkplatz finden oder nicht.

Seit vor seiner Haustür gebuddelt und gebaggert wird, ist der Umsatz zurückgegangen. Einige Kunden bestellen telefonisch und fragen nach, ob vor dem Imbiss geparkt werden könne, berichtet Christos Giapracas. Nach 16 Uhr, wenn die Arbeiten auf der Baustelle eingestellt sind, sei das kein Problem, es seien Plätze vorhanden.

Zurzeit eine Einbahnstraße

Auf einer Seite sind es drei, vier Stellplätze, Platz sei auch auf der gegenüberliegenden Seite. Wenn die Kunden nicht zu ihm kommen, dann kommen die Speisen halt zu den Kunden: Giapracas überlegt, einen Lieferservice einzurichten.

Die Baustelle auf der Augustastraße wird den Anwohnern noch lange erhalten bleiben, Abschnittsweise geht man vor, um den Kanal zu sanieren, um die Straßenoberfläche neuzugestalten. Zurzeit wird zwischen der Straße Zum Fischerbusch und Industriestraße gearbeitet.

Bei der Stadt rechnet man damit, dass die Arbeiten bis Ende des Jahres abgeschlossen sein werden. Zurzeit können Autofahrer diesen Abschnitt der Augustastraße nur in Richtung Hünxer Straße befahren.

Informationen fließen per Email

Bei Informationsveranstaltungen hatte die Stadt die Anwohner und vor allem die Vertreter der Augusta­straßen-Firmen über die Maßnahme informiert. Jetzt im Frühjahr sollen weitere Schritte folgen.

Auf einen offenen Brief von Ratsherr Mirko Perkovic hat Wirtschaftsförderin Svenja Krämer geantwortet. Darin verweist sie darauf, dass man nach einer ersten Öffentlichkeitsbeteiligung der ansässigen Unternehmen einen Emailverteiler eingerichtet habe, über den seitdem regelmäßig über den aktuellen Stand der Zeitplanung und über den Verlauf des ersten Bauabschnittes informiert werde.

Kleinere Unternehmen werden angesprochen

Diese Unternehmen werden ab Frühjahr 2018 regelmäßig zu einem „Baustellenstammtisch“ eingeladen. Hier werden alle betroffenen gewerblichen Anlieger frühzeitig über den Stand der Baumaßnahme informiert.

Dabei greift man auf die Erfahrungen zurück, die man bei der Umgestaltung der Bahnstraße gemacht hat: Baustellenmarketing. Im Fokus der Arbeit werde die Beschilderung der Baustelle, die Öffentlichkeitsarbeit und Marketingaktionen stehen.

Mit diesen Maßnahmen wolle man die Einschränkungen und Umsatzeinbußen, die aus Sicht der Stadt „leider unvermeidlich sind“ möglichst reduzieren. „Wir hoffen, dass sich die betroffenen Unternehmen aktiv am Baustellenmarketing beteiligen werden“, so Krämer in ihrem Schreiben. Die kleineren Unternehmen sollen jetzt noch einmal explizit angesprochen werden.

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