Betreuung

Kindergarten in Friedrichsfeld später fertig als geplant

Die KiTa-Neubaufläche an der Kastanienallee, Ecke Grenzstraße

Die KiTa-Neubaufläche an der Kastanienallee, Ecke Grenzstraße

Foto: Veit Ellerbrock

Voerde.   Die Stadt Voerde möchte bis zur Fertigsstellung Container als Überganslösung nutzen

Der neue viergruppige Kindergarten in Friedrichsfeld kann nicht wie angedacht bis zum Kindergartenjahr 2018/19 fertiggestellt werden. Um den Rechtsanspruch auf Betreuung dennoch sicherzustellen, möchte die Stadt Voerde für ein bis zwei Jahre auf einer Fläche am Gymnasium eine temporäre Übergangslösung schaffen und dort Container aufstellen.

Entsprechendes geht aus einer Verwaltungsvorlage hervor, über die heute die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses diskutieren. Der Rat soll am 20. März entscheiden.

Vier Vorlaufgruppen

Die Kinder sollen hier bereits ab dem Jahr 2018/19 in vier Vorlaufgruppen – drei sollen Gruppen für über Dreijährige (Ü3) und eine für unter Dreijährige (U3) sein – betreut werden können und nach Fertigstellung der neuen Kita in die Räumlichkeiten auf dem Grundstück an der Kastanienallee/Ecke Grenzstraße wechseln.

Dies, schreibt die Verwaltung, sei empfehlenswert, um den Kindern und Eltern größtmöglich Kontinuität trotz der noch nicht fertig gestellten Kita zu ermöglichen. Auch blieben so die Bezugspersonen für die Kinder erhalten.

Kosten für die Container

Für die Miete der Container kalkuliert die Verwaltung mit Kosten in Höhe von insgesamt 96 700 Euro – 40 300 Euro davon entfallen auf die fünf Monate Nutzung im Jahr 2018 und 56 400 Euro auf die sieben Monate Nutzung in 2019.

Ebenfalls fallen Kosten an für die Herstellung des Geländes (9400 Euro), für die Aufstellung (16 100 Euro) und Erschließung (9600 Euro) des Containers sowie für den Rückbau des Containers (14500 Euro) und den Rückbau des Geländes (1250 Euro). Die zusätzlichen Aufstellungs- und Rückbaukosten seien mit dem geplanten Ansatz in der Bauunterhaltung gedeckt, schreibt die Verwaltung in der Beschlussvorlage.

Mobile Spielgeräte

Da für die Jahre 2018 und 2019 bereits ein Abschreibungsaufwand von jeweils 50 000 Euro einkalkuliert worden sei, entstehe eine Minderaufwand von 20 800 Euro in 2018 und 29 200 Euro in 2019. So seien in 2018 insgesamt 19 500 Euro aufzuwenden und in 2019 insgesamt 27 200 Euro.

Die für die Kita in Friedrichsfeld geplanten Ausgaben für die Spielgeräte sollen laut Verwaltungsvorschlag als Deckung für die Beschaffung von mobilen Spielgeräten für die Zwischenlösung herangezogen und im nächsten Jahr weiterverwendet werden.

<<< Bedarf für Betreuungsplätze<<<

Die aktuellen Anmeldezahlen, so die Verwaltung, bestätigten, dass die Inanspruchnahme von Kita-Plätzen bei den unter Dreijährigen deutlich steige und bei Dreijährigen und älteren konstant bei rund 100 Prozent liege.

Zum Kita-Jahr 2018/19 sind mehr Ü3-Kinder angemeldet worden als im Vorjahr. 2017/18 wurden 812 Kinder angemeldet, für das kommende Jahr sind es bereits jetzt 864. Ohne die Einrichtung einer Interimslösung bis zur Fertigstellung der neuen Kita würden also etwa 60 Ü3-Kinder unversorgt bleiben, rechnet die Verwaltung vor.

Bei den U3-Kindern ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung der Anmeldezahlen von rund 18 Prozent zu verzeichnen (Stand Februar 2018). In dieser Altersgruppe wären in den Kitas und Großtagespflegestellen rund 64 Kinder unversorgt. Dieses Defizit will die Stadt nicht nur durch die Einrichtung einer U3-Gruppe in der Übergangslösung, sondern auch durch die Einrichtung weiterer Großtagespflegestellen ausgleichen (die NRZ berichtete).

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