Ferienaktion

Kleine und große Ritter am Voerder Wasserschloss

Ein Hingucker: die Drachendame auf dem Festgelände am Voerder Wasserschloss.

Ein Hingucker: die Drachendame auf dem Festgelände am Voerder Wasserschloss.

Foto: Jochen Emde / FFS

Voerde.  Die Wiese rund um das Haus Voerde verwandelte sich zum Auftakt der Sommerferien wieder in eine mittelalterliche Stadt.

Durchdringend tönt die tiefe Stimme von Heinrich von Twesti über den großen Platz am Wasserschloss Haus Voerde: „Bildet eine Gasse, Platz für den Drachen“. Vier Mitglieder der Ritterschaft zu Kalios geleiten den imposanten, fast fünf Meter langen Drachen über das Festgelände. Staunend laufen die Kinder hinter der Drachendame her. Traditionell findet die Veranstaltung „Ein Ritterleben in Voerde“ des Vereins „Pro Jugend“ e. V. im Rahmen der städtischen Kinderferientage am ersten Ferienwochenende statt.

Bundesamt für Magische Wesen

Rund um das Haus Voerde verwandelt sich die Wiese in eine mittelalterliche Stadt. Die Jungdrachendame Kalindra ist zum ersten Mal dabei. „Sie ist uns zugeflogen“, berichtet ein Burgfräulein, aber sie sei ordnungsgemäß beim Bundesamt für Magische Wesen registriert. „Erst mit 600 Jahren können Drachen Feuer spucken, mit 700 Jahren fliegen“, ergänzt das Burgfräulein.

Zwischen den altbekannten Bastelstationen gibt’s eine Knappenschule für die Kinder. Jungdrachendame Kalindra soll von Raubrittern entführt werden und die Ritterschaft zu Kalios hat nicht genug Ritter vor Ort. So werden die Kinder ausgebildet, vertreiben die bösen Raubritter und erhalten dafür einen goldenen Orden.

Trotz der schlechten Wetterprognose und der dadurch geänderten Programmfolge ist die Veranstaltung gut besucht. „Wir sind permanent gelaufen“, erzählt Birgit Witt, die mit ihren Eseln Happy und Motte einen Eselparcours anbietet. Über Fahrradreifen, Schwimmnudeln und Folie führen die Kinder die Tiere. „Die Welt ist so schnell, die Esel spiegeln uns und zwingen uns zu Gelassenheit“, erklärt die Therapeutin für tiergestützte Therapie.

Mottes Ohr kraulen

Die entspannende Ausstrahlung der Esel ist auch den Kindern anzumerken. Zuvor tobte Luise noch als Prinzessin über den Platz, jetzt krault sie Mottes Ohr. „Die Resonanz war sehr positiv, selbst die schüchternen Kinder, die am Anfang die Esel nur gestreichelt haben, sind später stolz den Parcours abgelaufen“, so Witt.

Bürgermeister schlägt alle Kinder zu Rittern

Traditionell schlägt Bürgermeister Dirk Haarmann zum Abschluss der Veranstaltung alle Kinder persönlich zur Ritterin und Ritter zu Voerde. Jungdrachendame Kalindra hat sich in ihr Zelt zurückgezogen und beobachtet den Ritterschlag aufmerksam aus einiger Entfernung.

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