Kraftvolle Kunst

Dinslaken.   „Kraftvoll“ präsentieren sich die Kulturkreis-Dinslaken-Mitglieder Ottilia Dienes, Sandra Geise, Sabine Hulvershorn, Martina Mühlen und Ulrich Krahn in ihrer aktuellen Ausstellung in der Volksbank Dinslaken am Neutor. Entsprechend kraftvoll war auch die akustische Gestaltung der Vernissage am Donnerstag. Die Trommelgruppe Sijambo unter der Leitung von Claudia Paswark drang mit ihren Rhythmen durch alle Etagen, auf denen bis zum Herbst die Bilder der bereits 22. Ausstellung von Kulturkreis und Volksbank zu sehen sind.

„Kraftvoll“ präsentieren sich die Kulturkreis-Dinslaken-Mitglieder Ottilia Dienes, Sandra Geise, Sabine Hulvershorn, Martina Mühlen und Ulrich Krahn in ihrer aktuellen Ausstellung in der Volksbank Dinslaken am Neutor. Entsprechend kraftvoll war auch die akustische Gestaltung der Vernissage am Donnerstag. Die Trommelgruppe Sijambo unter der Leitung von Claudia Paswark drang mit ihren Rhythmen durch alle Etagen, auf denen bis zum Herbst die Bilder der bereits 22. Ausstellung von Kulturkreis und Volksbank zu sehen sind.

Bei dem Stichwort „kraftvoll“ denke sie zunächst an Farben, erklärte Gilla Lämmerzahl-Engasser in ihrer Einführung bei der Vernissage. Eine Assoziation, die vor allem für die nicht gegenständlichen, wirklich farbenfrohen Bilder von Sabine Hulvershorn zutrifft. Und ebenfalls für die Fotos von Ulrich Krahn. Er hat Makroaufnahmen von Blüten im Morgentau digital bearbeitet und damit ihre Intensität noch weiter verstärkt. Seine Bilder weisen allerdings zugleich auf eine andere Bedeutungsebene hin: Die Kräfte der Natur.

Sandra Geise trägt Grau- und Weißtöne in Mischtechnik mit starker, reliefartiger Oberflächenstruktur auf die Leinwand auf: „Cold time“ lautet der Titel.

Kühl und dadurch kraftvoll wirken auch die Bilder von Ottilia Dienes. Ob ihre inhaltlich eigentlich Assoziationen an die Romantik weckenden blauen Blumen oder die Kapsel einer Mohnblüte: Dienes stilisiert die Strukturen der Pflanzen derart, dass sie wie strenge, sachliche Skulpturen wirken. Es sind Ölgemälde, die Kraft und Ruhe zugleich ausstrahlen.

Kraft und Stärke sind auch Charaktereigenschaften. Der Herr auf dem Porträt von Martina Mühlen wirkt gesetzt und entschlossen. Welche inneren Kräfte in ihm steckten, verrät seine Biographie auf einem DIN-A4-Blatt neben dem großformatigen Bild. Robert Runge (1881-1958) war der Großvater von Martina Mühlen. Und obwohl sie ihn nicht persönlich kennenlernte, weiß sie doch vieles von dem, was in der Familie erzählt wurde: Runge baute sich mit 27 Jahren eine eigene Weberei im Sudetenland auf, verlor diese durch die Vertreibung. 1946 gründete er in Finsterwalde eine Sparterie-Fabrik, schloss diese allerdings lieber, als sie verstaatlichen zu lassen. Er blieb lieber unabhängig und wurde selbstständiger Tischler.

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