Baustelle

Kreis reagiert auf Kritik an Baustelle an der K 17 in Voerde

Die Dinslakener Straße in Möllen ist zwischen Rahmstraße und Schwanenstraße komplett gesperrt.

Foto: Kempken

Die Dinslakener Straße in Möllen ist zwischen Rahmstraße und Schwanenstraße komplett gesperrt. Foto: Kempken

Voerde.   Kreis nimmt zu der Kritik von Möllener Geschäftsleuten an der Baustelle Dinslakener Straße Stellung und verweist auf umfassende Information.

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Der Kreis Wesel nimmt zu der von Geschäftsleuten in Möllen geäußerten Kritik an der Baustelle auf der Dinslakener Straße (K 17) Stellung. Bei einer Informationsveranstaltung im Januar dieses Jahres habe man die Anlieger und Eigentümer über die einzelnen Bauabschnitte mit der bauzeitliche Verkehrsführung und die zu erwartenden Anliegerkosten unterrichtet. Zudem habe der Kreis vor dem Start der Baustelle Kontakt zu den Vertreterinnen und Vertretern des Möllener Einzelhandels, die bei der Informationsveranstaltung für die unmittelbaren Anlieger nicht beteiligt worden, aufgenommen und diese in einem Gespräch über die Maßnahme und den Bauablauf informiert. Weiterhin hätten „klärende Einzelgespräche mit den unmittelbar im Baufeld liegenden Gewerbetreibenden“ stattgefunden, betont der Kreis, der Träger der Baumaßnahme ist. Neben der Planung und Ausführung der Arbeiten beklagen Möllener Geschäftsleute, sich vom Kreis im Stich gelassen zu fühlen.

Einzelhandel zu weiterem Gespräch eingeladen

Der Kreis weist auch darauf hin, dass alle „betroffenen Gewerbetreibenden innerhalb und außerhalb des Baufeldes“ das Angebot erhalten hätten, „mit einer entsprechend abgestimmten Beschilderung an der Umleitungsstrecke auf ihre Erreichbarkeit hinzuweisen“. Die Vertreter des Möllener Einzelhandels seien zu einem weiteren Gespräch am 16. August eingeladen.

Anwohner, die unmittelbar betroffen seien, hätten in einem gesonderten Anschreiben zusätzlich Informationen über die Maßnahme und den Hinweis auf einen Ansprechpartner der Baufirma vor Ort erhalten. Ein vom aktuellen Bauabschnitt betroffenes Restaurant sei durch einen zum Baufeld hin gesicherten Fußweg von der K 17 aus zu erreichen. Ein Schild weise auf den Durchgang hin. Die Rede ist vom „Sokrates“, dessen Inhaber die schwierige Erreichbarkeit ihres Lokals beklagen.

Sperrung laut Kreis „wirtschaftlich beste Lösung“

Im Vorfeld der Maßnahme sei 2017 ein Verkehrskonzept erstellt worden. „Die abschnittsweise Sperrung der Straße für den Durchgangsverkehr stellte sich dabei als die bautechnisch und in Bezug auf die Gesamtdauer des Baustellenbetriebes als wirtschaftlich beste Lösung dar, auch gegenüber einer einseitigen Sperrung mit Ampellösung.“

Helmut Czichy, zuständiges Vorstandsmitglied der Kreisverwaltung, betont erneut „das Verständnis aller Verantwortlichen für den Ärger“ der Anwohner und Gewerbetreibenden „über die Erschwernisse, die eine solche innerstädtische Straßenbaustelle“ in besonderem Maße hervorrufe. Die Erneuerung der K 17 sei seit vielen Jahren gefordert worden und werde nun endlich Realität. Es sei jetzt sicher eine schwierige Zeit, „bis eine neue, viel bessere Straße mit größerer Verkehrssicherheit und Komfort dann für Jahrzehnte zur Verfügung steht“.

Beschwerdemanagement für Anlieger eingerichtet

Czichy verweist auf ein für Anlieger eingerichtetes Beschwerdemanagement, das etwa bei den Ampelschaltungen oder der Erreichbarkeit des Restaurants „schon sehr schnell reagiert“ habe. „Dass es Unmut auslöst, weil es überhaupt zu Problemen kommt“, könne er aus der Sicht der Betroffenen verstehen.“ Alle Beteiligten von Kreis und Stadt würden sich aber reinhängen, um den Ablauf so verträglich wie möglich hinzubekommen.

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