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Kultur

Künstlerin aus Dinslaken zeigt eine kreative Geldanlage

„Der Schrei“ von Edvard Munch - nachempfunden und aus geschreddertem Geld geklebt von der Dinslakener Künstlerin Larissa Schwarz.  

Foto: Larissa Schwarz / Privat

Dinslaken/Düsseldorf.  Collagen aus Papierschnipseln: Larissa Schwarz wertet entwertete Banknoten zu Kunst auf. Nun zeigt die Dinslakenerin ihre Arbeiten in Düsseldorf.

Kunst ist eine Wertanlage. Egal, in welcher finanziellen Situation sich der Künstler befand, als er sein Werk schuf, ist seine Arbeit irgendwann etabliert, macht verlässlich irgendjemand diese Kunst zu Geld. Aber wo bleibt dabei das zyklische Denken? Genau dort setzt Larissa Schwarz an: Sie macht Geld zu Kunst. Banknoten genau genommen, die ihren Wert bereits wieder verloren haben und geschreddert wurden. Als bunt bedruckte und wegen der Hologramme teils schimmernde Papierschnipsel, die somit wieder dem Werte-Kreislauf zugeführt werden.

Man muss wohl gelernte Bankerin sein, um auf so eine kreative Idee zu kommen. Zu sehen sind die Arbeiten ab Freitag, 3. Juli, in der „Geldrausch“-Ausstellung von Larissa Schwarz passend zum Material im LBV Landesamt für Besoldung und Versorgung, Johannstraße 35, 40476 Düsseldorf.

Bündel geschredderter Banknoten

Larissa Schwarz ist in Dinslaken vor allem als Autorin und Bloggerin bekannt. In dieser Funktion nahm sie 2018 an KSL teil und über dieses Metier lernte sie auch Reiner Langer kennen. Der ermunterte sie, an seiner Mail-Art-Aktion „Against War“ teilzunehmen. Als sie dann von ihrem damaligen Freund, der bei der Bundesbank arbeitete, ein Bündel geschredderter Banknoten erhielt, passten Eins und Eins zusammen. Den Schriftzug „There is no reason for war“ klebte sie aus hunderten dieser kleinen, bunten Schnipsel zusammen. „Als gelernte Bankerin hatte Geld auf mich immer eine gewisse Faszination ausgeübt“, erklärt sie heute im Katalog, der begleitend zu „Geldrausch“ erscheint. Sie möge die Haptik und ihr hätten gerade auch die Euro-Scheine immer gefallen.

Queen Elisabeth II.

Larissa Schwarz’ Beitrag zu „Against War“ fand Beachtung und sie selbst hatte ihren künstlerischen Stil gefunden. Schon bald wechselte sie von gestalteten Schriftzügen – schließlich kam sie vom Wort – zum Bild. Und innerhalb von nur einem Jahr präsentiert sie nun ihre Werke in einer eigenen Einzelausstellung.

17 Werke werden im Landesamt erstmals öffentlich zu sehen sein, davon 15 Unikate im Großformat. Darunter sind Montagen aus Fotos mit „geschnipselten“ Wortcollagen, ein Bild in „Matrix“-Ästhetik zum Thema Geschlecht und Identität, aber auch ganz figürliche Porträts.

Wiederkehrend: Queen Elisabeth II. – nicht, weil sie fabelhaft reich ist, sondern weil Larissa Schwarz ein großer Fan der charismatischen alten Dame ist. Aber auch Joda, Christoph Schlingensief und ihre Katze fanden Eingang in diese Porträtgalerie.

Wegen der Coronabeschränkungen wird auf eine Vernissage verzichtet, am 17. August ist um 11 Uhr eine Finissage unter Leitung des stellv. Direktors Jens R. Kuck geplant. Für die Teilnahme ist eine Voranmeldung bei der Künstlerin, www.larissaschwarz.de, nötig.

>> Die Öffnungszeiten

Die Ausstellung kann bis zum 17. August zu den Öffnungszeiten (Mo. - Fr., 8 -12 Uhr, Di. u. Do. zusätzlich 13 -15 Uhr) ohne vorherige Anmeldung besucht werden. Der Eintritt ist frei.

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