Mühlenverein Hiesfeld

Kurt Altena bereitet Nachfolge vor

Die Windmühle in Hiesfeld ist nicht nur beim Mühlentag ein beleibter Anziehungspunkt.

Foto: Peggy Mendel

Die Windmühle in Hiesfeld ist nicht nur beim Mühlentag ein beleibter Anziehungspunkt. Foto: Peggy Mendel

Dinslaken.   Als Kandidat hat er Thomas Giezek im Auge. Der soll langsam an den Mühlenverein herangeführt werden. Highlight 2016 war das 40-jährige Bestehen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Mühlenverein Hiesfeld, der die Windmühle, die Wassermühle und das Mühlenmuseum betreibt, ist und bleibt ein Aushängeschild der Stadt Dinslaken. Das machten Vorsitzender Kurt Altena und Vorstandsmitglieder gestern beim jährlichen Pressegespräch mit Rück- und Ausblick deutlich.

In 2016 feierte der Verein sein 40-jähriges Bestehen und beschenkte sich zu Pfingsten selbst mit seinem 63. Mühlenmodell – einer hochwertigen Kaolin-Mühle zur Herstellung von Porzellan im Maßstab 1:12 (das Original steht in Shanghai). Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft sowie befreundete Vereine waren geladen, um im Mühlenhof der Wassermühle das Jubiläum und das neue Modell (ein Jahr Bauzeit) zu feiern.

Zwölf der 14 geehrten Jubilare gehörten zu den Gründungsmitgliedern des Vereins, der sich 1976 nur „Förderverein Windmühle Hiesfeld“ nannte. Seit 1991 kümmert er sich als „Mühlenverein Dinslaken-Hiesfeld“ auch um das Baudenkmal Wassermühle. Bürgermeister Michael Heidinger dankte für das ehrenamtliche Engagement, „ohne das es nicht möglich gewesen wäre, 250 000 Gäste in 40 Jahren zu begrüßen“.

Auch Vandalismus beschäftigte den Verein

Dass im letzten Jahr „nur“ etwa 7600 Besucher, darunter viele Schulklassen, gezählt wurden, lag an der fast ganzjährigen Sperrung der Windmühle. Fäulnis am Königsbalken und im Mauerwerk wurde festgestellt, Flügel, Schrauben, Kreuz und Keile mussten überprüft werden. Nur Pfingstmontag konnte die Mühle mit Flügelbespannung bei leichtem Wind von außen besichtigt werden. Auch Vandalismus beschäftigte den Verein: Zwei Außenstrahler zur abendlichen Beleuchtung wurden abmontiert, in Verbindung mit Wasser entstand ein Kurzschluss.

„2017 wird der Besuch besser werden“, glaubt Kurt Altena und nennt einen Zuschuss von 13 000 Euro durch die Bürgerstiftung der Sparkasse für die Reparatur der Windmühle, die nach dem Winter beginnen soll. „Im Sommer wird die Windmühle wieder öffnen.“ Auch der Bereich rund um die Wassermühle soll „auf Vordermann gebracht werden“, so Altena. Dazu gehören die Sanierung von Haus I (Fachwerkhaus) nach Korrosion am Sockel durch den Rotbach – in Zusammenarbeit mit dem Lippeverband, der Stadt Dinslaken und dem Bergbau; ferner die Aufbereitung der Fußböden im Haus III (altes Bademeisterhaus) sowie die Verbesserung des Mühlenhofes und die Einrichtung einer Toilette.

Im April ist Mitgliederversammlung

Im April ist Mitgliederversammlung beim Mühlenverein. „Nach fast 35 Jahren Vorsitz möchte ich meine Nachfolge vorbereiten“, sagt Kurt Altena gegenüber der NRZ. Als Kandidat hat der 86-Jährige dabei Thomas Giezek im Auge. „Ich möchte ihn in Absprache mit dem Vorstand langsam an die neue Aufgabe heranführen. Er soll ein Jahr lang die Leute kennenlernen.“ In 2018 soll dann der neue Vorsitzende beim Mühlenverein Dinslaken-Hiesfeld gewählt werden.

Seit 16 Jahren hat der Mühlenverein seine Internetseite: www.muehlenmuseum-dinslaken-hiesfeld.de. Die Homepage mit „bis zu 7000 Klicks in der Spitze“, so Paul Duscha vom Vorstand, ist jetzt auch mit Facebook verlinkt. Bei einem Reichweitentest seien fast 3000 Menschen im Umkreis des Mühlenvereins erreicht worden. Duscha: „Wir bekommen eine neue Klientel.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik