Lebensmittelproduktion: Wo der Verbraucher mitreden soll

Voerde.   SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft) am Niederrhein lädt für heute, 18. Februar, 10 bis 14 Uhr, auf den Tinthof in Spellen, Weseler Straße 7, ein. Der Verein, der sich unter dem Motto „Wir nehmen den Lebensmitteln ihren Preis und geben ihnen ihren Wert zurück“ gegründet hat, wird Interessierten sein Konzept vorstellen. Solidarische Landwirtschaft bedeutet, dass sich ein Kreis von Verbrauchern lokal mit einem landwirtschaftlichen Betrieb oder einer Gärtnerei zusammenschließt und die Jahreskosten der Lebensmittelproduktion finanziert und sichert. Die SoLaWi will landwirtschaftliche Produkte durch eigens angestellte Gemüsegärtner anbauen und damit einen Beitrag „zur ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit“ leisten.

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SoLaWi (Solidarische Landwirtschaft) am Niederrhein lädt für heute, 18. Februar, 10 bis 14 Uhr, auf den Tinthof in Spellen, Weseler Straße 7, ein. Der Verein, der sich unter dem Motto „Wir nehmen den Lebensmitteln ihren Preis und geben ihnen ihren Wert zurück“ gegründet hat, wird Interessierten sein Konzept vorstellen. Solidarische Landwirtschaft bedeutet, dass sich ein Kreis von Verbrauchern lokal mit einem landwirtschaftlichen Betrieb oder einer Gärtnerei zusammenschließt und die Jahreskosten der Lebensmittelproduktion finanziert und sichert. Die SoLaWi will landwirtschaftliche Produkte durch eigens angestellte Gemüsegärtner anbauen und damit einen Beitrag „zur ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit“ leisten.

Beim Tag der offenen Tür am Tinthof können Ernteanteile gezeichnet werden. Verbraucher, die an regional erzeugten landwirtschaftlichen Produkten interessiert sind, sollen dadurch die Möglichkeit bekommen, „naturbelassene Lebensmittel direkt vom Erzeuger zu beziehen“. Der Verein pachte eine ein Hektar große Fläche vom Tinthof, „der nach Demeter-Richtlinien produziert“, um vielfältige Sorten Gemüse anzubauen. Die Ernte komme allen Anteilszeichnern zugute, die sich dann direkt mit saisonalen Gemüsen, Salaten und Kräutern versorgen könnten. „Durch das Konzept einer solidarischen Landwirtschaft setzen wir ein Gegengewicht zu den oft nicht nachvollziehbaren Anbaumethoden und den langen Transportwegen. Gerade diese verschlechtern die Ökobilanz selbst von biologisch angebauten Produkten“, sagt Vereinsvorstandsmitglied Rainer Kursch.

Ernteanteil für jedes Mitglied

In einer SoLaWi zahle man nicht für das Kilo Möhren oder den Bund Petersilie. Gemeinsam finanziert die SoLaWi Anbau, Ernte und Verteilung der Produkte. Dafür erhalte jedes SoLaWi-Mitglied einen Ernteanteil. „Anders als im Bioladen oder Supermarkt ist die Produktpalette saisonal begrenzt. Im Sommer gibt es nahezu alles, im Winter ist das Angebot weniger bunt. Landwirt und Gärtner wüssten, für wen sie produzieren. Die Gemeinschaft gebe Planungssicherheit und ein gesichertes Einkommen, erklärt Nicole Weber F. Santos von der neugegründeten SoLaWi. „Die Mitglieder werden in die Gestaltung der Landwirtschaft eingebunden und können auch selbst aktiv werden.“ So werde gemeinsam „eine regionale, vielfältige, und kleinbäuerliche Landwirtschaft“ gesichert, die „für Transparenz und ökologische sowie ökonomische Nachhaltigkeit steht“. Dies sei fair für Gärtner, Landwirt, Boden, Umwelt und Verbraucher.

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