Weihnachtsmarkt

Lob und Kritik: Das sagen Dinslakener zum Weihnachtsmarkt

Prost auf den Weihnachtsmarkt: Marina Hackfurth, Jessica Pütters und Margit Mainusch (v.li.) genossen den Abend auf dem Weihnachtsmarkt.

Prost auf den Weihnachtsmarkt: Marina Hackfurth, Jessica Pütters und Margit Mainusch (v.li.) genossen den Abend auf dem Weihnachtsmarkt.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Dekoration und Programm: top! Weihnachtsstimmung: ausbaufähig. Das sagen Besucher zum Weihnachtsmarkt am Neutor in Dinslaken.

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Leise Musik vom Band klingt über den Weihnachtsmarkt an der Neutor-Galerie. Gottlob ist es keine Weihnachtsmusik, meinen einige der Menschen, die über den Markt schlendern. Die Kleinsten drücken ihre Nase vor den Holzhütten mit der Weihnachtsgeschichte platt oder fahren mit dem Kinderkarussell. Die Erwachsenen unterdessen schauen sich eher nach etwas Essbarem oder nach Getränken um, die es ansonsten nur auf dem Weihnachtsmarkt gibt.

Programm und Gastronomie: gut!

Ob Burger, Spießbraten oder Grünkohl, ob Nudeln oder Currywurst, für jeden Geschmack hält der Markt etwas bereit. Aber: „Ich finde ihn eigentlich nicht so berauschend“, sagt Heidi Neumann. Das Programm des späten Nachmittags und Abends auf der Bühne klinge zwar vielversprechend und ziehe sicherlich viele Besucher an, doch von einer wirklichen Weihnachtsmarktatmosphäre verspüre sie nichts, trotz der guten Dekoration. Zu einem wirklichen Weihnachtsmarkt gehöre etwas anderes. „Es gab mal einen Weihnachtsmarkt von der Kirche über den Altmarkt bis hin zur Burg, der hier hat damit nichts gemein,“ meint auch ihr Mann Horst.

Weihnachtsstände: nur innen

Weihnachtliches Handwerk, der Duft von gebrannten Mandeln und Lebkuchen, der fehlt auch Margret Deckers. Nur Hütten mit Esswaren und Getränken seien für sie kein Weihnachtsmarkt. Allerdings, so Margret Deckers, die Kombination mit dem Indoor-Markt in der Neutor-Galerie sei nicht schlecht. Mit vielem könnten die Hobbykünstler auch gar nicht nach draußen. Leider aber seien die Hobbyhandwerker ja nur an diesem Samstag in der Neutor-Galerie vertreten, das trübe die Stimmung.

Zum ersten Mal auf dem Außengelände gibt es die „Schokofantasien“ vertreten. Schokolade in verschiedenen Formen und mit Lebensmittelfarbe handbemalt. Ob das Geschäft gut läuft – am ersten Tag könne man noch keine Rückschlüsse ziehen, ist am Stand zu hören. Die Standgebühr aber sei so hoch wie in Essen und die Hoffnung auf ein gutes Geschäft daher auch notwendig.

Umsatz der Handwerker: steigerungsfähig

Schmuck, Strickmützen, Olivenholzbretter, Schachspiele, Töpferwaren, Taschen und Körnerkissen – all das findet man im Erdgeschoss der Neutorgalerie an kleinen Holzhütten verteilt. Diesen Weihnachtsmarkt soll es an den Wochenenden im Advent durchgehend geben. Die Handwerker im ersten Geschoss jedoch, die gab es nur am Samstag.

Engel aus Nespresso-Kapseln, Baumschmuck aus Wolle, filigrane Holzarbeiten, Wichtel und Schneemänner, hübsch gestaltete Weihnachtskarten und Schutzrollen fürs Toilettenpapier mit coolen Sprüchen – dem Kaufrausch sind hier keine Grenzen gesetzt. Und über zu wenig Publikum können sich die Aussteller auch nicht beklagen. Allerdings: „Der Kunsthandwerkermarkt ist sehr schön und gefällt uns auch immer wieder, aber wir verkaufen hier sehr wenig, sagt Ivonne Winkler, eine der Ausstellerinnen. Dennoch macht sie in jedem Jahr mit. „Es macht trotzdem Spaß und gesehen werden ist ebenfalls für Hobbykünstler wichtig.“

Auch am Stand von „Silent-Rim“, den Unikaten aus Oldtimerteilen made in Dinslaken, bestaunen zwar viele die Kanister, die zu Rucksäcken wurden, die Uhren aus Mercedes-Radkappen aber gekauft wird leider wenig. Für die Jungs am Stand ist es aber auch erst der erste Tag, sie werden am letzten Adventwochenende noch einmal an drei Tagen auf dem Neutor-Weihnachtsmarkt vertreten sein.

Ein paar Meter weiter steht Ute Kowalefski mit ihren Filzwichteln, Lebkuchenmännern und Duftsäckchen. Sie ist zum ersten Mal beim Handwerkermarkt dabei: „Es ist schön hier, die Leute sind nett.“ Der Verkauf ihrer Handarbeiten läuft schleppend, die Begeisterung für die Wichtel aus Treibholz sei hingegen hoch, sagt sie. Auch für sie wird es am 6., 7. und 8. Dezember eine Etage tiefer weitergehen.

Die nächsten Programm-Highlights

Am Freitag, 22. November (18.30), spielt auf dem Weihnachtsmarkt die Treasure Cover Band, am Samstag, 23. November (19 Uhr), treten Anna-Carina Woitschak & Stefan Mross auf, am Samstag, 30. November (18 Uhr), stehen „Die Räuber & Philipp Engel“ auf der Bühne, am Freitag, 6. Dezember, kommt der Nikolaus, am Samstag, 7. Dezember (19 Uhr) singt Anna Maria Zimmermann.

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