Wohlfahrt

Möbelpacker sind da: Caritas zieht von Dinslaken nach Voerde

Im neuen Gebäude in Voerde räumen Christin Wurschke, Joelle Martin und Ann-Kathrin Angenendt (v.l.) Aktenordner ein.     

Im neuen Gebäude in Voerde räumen Christin Wurschke, Joelle Martin und Ann-Kathrin Angenendt (v.l.) Aktenordner ein.     

Foto: fla / NRZ

Dinslaken/Voerde.  Der Caritasverband zieht auf das Gelände der ehemaligen Parkschule in Friedrichsfeld. Seit Dienstag wird die Zentrale in Dinslaken geräumt.

Am frühen Morgen fängt in Dinslaken das große Packen an. Zahlreiche Mitarbeiter der Caritas Dinslaken-Wesel räumen Kartons in Transporter. Dann geht es von der alten Verwaltung des Verbandes in den neuen Sitz. Caritasdirektor Michael van Meerbeck ist schon vor seinen Mitarbeitern umgezogen. „Als ich hier eingezogen bin, gab es weder Strom noch Telefon“, berichtet er. Der Umzug ins Zentrum des Verbandsgebietes war eigentlich schon eine lange angedachte Maßnahme.

In Dinslaken wurde es zu eng

„In unserem alten Gebäude wurde es langsam zu eng. Es saßen teilweise vier Mitarbeiter in einem Büro. Das war auf die Dauer kein haltbarer Zustand“, sagt Michael van Meerbeck. Ursprünglich wollte man sich schon in Dinslaken nach einer neuen Bleibe umsehen. Mit Erweiterung des Verbandes in Richtung Wesel war dann aber klar, dass man sich Richtung Norden orientieren würde, wenn es um die Auswahl eines neuen Standortes gehen sollte.

Räume in Voerde werden im Lauf der Woche bezogen

Den hat die Caritas mit der ehemaligen Parkschule in Friedrichsfeld gefunden. Die Räume sind schon neu hergerichtet und werden nun im Laufe der Woche bezogen. „Alle Räume sind schön hell, können aber verschattet werden und sind voll klimatisiert“, erklärt Michael van Meerbeck. Dabei funktioniert die Klimaanlage mit gekühltem Wasser und beleuchtet werden die Büros mit LEDs. Man hat auf Nachhaltigkeit geachtet.

Und auch nicht alle alten Möbel ziehen aus der alten Verwaltung mit um. „Wir haben fast alle Schreibtische gegen elektrisch höhenverstellbare ausgetauscht“, sagt Michael van Meerbeck. Zudem stehen davon in jedem der Büros drei, auch wenn nur zwei Mitarbeiter da sind. „Wir haben viele Auszubildende und Praktikanten“, erklärt der Caritasdirektor diesen Möbelüberschuss.

Aufenthaltsqualität für Mitarbeiter

Im Keller der neuen Geschäftsstelle verfügt der Caritasverband nun über einen Schulungsraum mit angeschlossener Küche. „Da kann man auch mal mit 30 Menschen drin sitzen und Klausur halten“, sagt Michael van Meerbeck. Außerdem soll der neue Standort mehr sein, als bloß ein neuer Verwaltungssitz für den Verband. „Wir möchten hier das Herz der Caritas schaffen“, sagt Michael van Meerbeck. Man möchte auch für die ehrenamtlichen Mitarbeiter Aufenthaltsqualitäten schaffen und auch Möglichkeiten, ihnen die Wertschätzung für ihre Arbeit auszudrücken.

Garten der Erinnerung

So soll nach und nach die Außenfläche auch noch gestaltet werden und unter anderem ein Garten der Erinnerung entstehen. „Dort sollen Stelen aufgebaut werden, die an Heilige und Menschen erinnern, die sich der Caritas zugewendet haben“, erklärt Michael van Meerbeck. Zudem läuft man vom Haupteingang der neuen Verwaltung aus auf die hauseigene Kapelle zu und in der Nachbarschaft wird noch der Gästetrakt entstehen, in dem der Caritasverband Menschen ohne Obdach ein Dach über dem Kopf zur Verfügung stellen möchte.

Caritas ist einige Tage online nicht erreichbar

Ab Donnerstag zieht der IT-Bereich der Caritas um, so dass der Verband nicht einige Tage nicht online erreichbar sein wird. Zuletzt wird die Zentrale aus Dinslaken nach Voerde umziehen, so dass man möglichst lange telefonisch kontaktierbar bleibt. Bis zum Wochenende soll der Umzug erledigt sein. „Ab Montag sind wir wieder eingeschränkt dienstbereit“, sagt Michael van Meerbeck, der sich darüber freut, dass die Caritas in Voerde von Politik, Verwaltung und Vereinen herzlich willkommen geheißen wurde.

Wallfahrt von Hamminkeln nach Friedrichsfeld

Am Montag bereits machten sich rund 500 Mitarbeiter des Caritasverbandes Dinslaken-Wesel zur Mitarbeiter-Wallfahrt auf den Weg. Zu Fuß ging es auf Tour von Hamminkeln aus bis zur neuen Geschäftsstelle des Caritasverbandes in der ehemaligen Parkschule in Friedrichsfeld. „Es sind zwischendurch immer wieder Menschen zu uns gestoßen und haben uns wieder verlassen. Ich schätze, es waren 600 Teilnehmer mit unterwegs“, sagte Caritasdirektor Michael van Meerbeck.

„Du bist nicht allein“

Unter dem Motto „Du bist nicht allein“ hatten sich die Mitarbeiter des Verbandes auf den Weg gemacht und dabei nicht nur rund 23 Kilometer zu Fuß absolviert, sondern auch an verschiedenen Andachten teilgenommen. Am Ziel der Wallfahrt wartete auf die Mitarbeiter des Caritasverbandes ein üppiges Buffet zur Stärkung und zudem ein kleines Geschenk des Caritasverbandes. „Das ist ein kleines Zeichen der Wertschätzung“, würdigte Michael van Meerbeck.

„Wir haben in unserem Verbandsgebiet viele Menschen, die unsere Arbeit zu schätzen wissen“, betonte der Caritasdirektor in der Andacht. Um gut 15.000 Menschen vom Kindergartenkind bis zum Pflegebedürftigen kümmern sich die Mitarbeiter des Verbandes täglich.

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