Polizei

Nächtlicher Schiffs-Unfall auf dem Rhein bei Dinslaken

Das Fahrgastschiff fuhr nach dem Unfall in Dinslaken noch beschädigt bis Duisburg.  

Das Fahrgastschiff fuhr nach dem Unfall in Dinslaken noch beschädigt bis Duisburg.  

Foto: WasserschutzPolizei / PR

Dinslaken.  Auf dem Rhein bei Dinslaken sind am späten Mittwochabend zwei Schiffe kollidiert. Eines war schon in Parkposition. Die Polizei ermittelt.

Bei einem Unfall auf dem Rhein am Mittwochabend wurde ein Mensch verletzt. Ein Fahrgastschiff ist gegen 23 Uhr auf dem Rhein bei Dinslaken, bei Rheinkilometer 798, vor ein Gütermotorschiff geprallt, das an einem „geparkten“ Schubleichter festgemacht war.

Das Güterschiff löste sich und trieb rheinabwärts. Der davon aufgeschreckte Schiffsführer konnte das Schiff stabilisieren und stoppen. Der Kapitän des Fahrgastschiffs steuerte trotz Beschädigungen noch bis Duisburg, wo er die 114 Reisenden an Land lassen konnte. Anschließend setzte er die Fahrt zur Reparatur bis zur Werft in die Niederlande fort.

Hat der Schiffsführer das Warschaufloß übersehen?

Ein Fahrgast hatte sich bei dem Unfall verletzt. Die 69-Jährige wurde vor Ort von der Besatzung eines Rettungswagens behandelt. Die Wasserschutzpolizei ermittelt jetzt, ob der Schiffsführer des Fahrgastschiffes das sogenannte Wahrschaufloß, das vor dem geparkten Schubleichter und dem Güterschiff warnte, übersehen hat oder welche Gründe es für die Wahl des Fahrweges gab. Bei einem Wahrschaufloß handelt es sich quasi um ein kleines, meist neongelbes Schiff. Dieses ist mit Lichtern und Tafeln bestückt, die auf Schiffsstraßen vor möglichen Gefahren wie zum Beispiel Baustellen oder „geparkten“ Schiffen hinweisen.

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