WAHLKAMPF

„Natürlich können Sie mich anrufen“

Michael Groschek und Jürgen Preuß plauderten am Samstag auf dem Marktplatz in Voerde mit Bürgern.

Foto: Markus Joosten

Michael Groschek und Jürgen Preuß plauderten am Samstag auf dem Marktplatz in Voerde mit Bürgern. Foto: Markus Joosten

Voerde.   SPD-Landesvorsitzender Mike Groschek und SPD- Bundestagskandidat Jürgen Preuß bummelten durch die Voerder Innenstadt und sprachen mit Bürgern.

Noch bevor überhaupt eine offizielle Begrüßung stattgefunden hat, sind der SPD-Bundestagskandidat Jürgen Preuß und der SPD-Landesvorsitzende Michael Groschek schon mit einigen Bürgern in ein Gespräch vertieft. Dann zeigen sich die beiden SPD-Männer aber in bester Wahlkampfstimmung. „Die Probleme sind vor Ort und nicht in Berlin“, erklärt Michael Groschek und fordert eine ausreichende Finanzierung für die Kommunen, denen man von Seiten der Bundespolitik in den vergangenen Jahren immer mehr Aufgaben mit auf den Weg gegeben hat. Gerade beim Thema Flüchtlinge sei hier, so Groschek, dringender Handlungsbedarf. „Man darf sich bei den Integrationsaufgaben nicht nur auf Ehrenamtliche verlassen“, erklärte der SPD-Landesvorsitzende.

„Es fehlt in Deutschland nicht an Reichtum. Er ist nur ungerecht verteilt“

Direkt übte Groschek auch Kritik an Kanzlerin Angela Merkel und den Plänen der CDU. „Angela Merkel ist nicht neutral. Die CDU-Konzepte sind auch Merkel-Konzepte“, sagte er und wies darauf hin, dass die Sozialdemokraten, im Gegensatz zu ihrem Koalitionspartner für auskömmliche Renten stünden und damit Altersarmut bekämpfen würden. Überhaupt, so meinte Groschek, müsse man in Deutschland überall spüren, dass die Republik ein wohlhabendes Land sei. „Es fehlt in Deutschland nicht an Reichtum. Er ist nur ungerecht verteilt“, sagte der SPD-Landesvorsitzende.

Jürgen Preuß - laut Groschek ein „Pfundskerl“

Und pries den SPD-Bundestagskandidaten Jürgen Preuß als „Bürgeranwalt“ und „Pfundskerl“ an, der die Stimmen der Bürger in der Region auch nach Berlin tragen wolle. Der erklärte vor allem, dass man die Bundespolitik in die Pflicht nehmen müsse, den Strukturwandel in der Region mit Geldern zu unterstützen. „Wenn wir da nicht aufpassen, dann werden wir hier noch zum Armenhaus Deutschlands“, erklärt Jürgen Preuß. Auch er warb dafür, dass man den in Deutschland durchaus vorhandenen Reichtum nur anders, verteilen müsse – und zwar gerechter. „Wir müssen uns für eine gerechte Gesellschaft einsetzen“, erklärte er.

Politiker - das seien für viele „die da oben“

Danach gingen der Landesvorsitzende und der Bundestagskandidat gemeinsam durch die Innenstadt und verteilten Rosen als kleine Aufmerksamkeit. Zwischendurch kamen sie auch immer wieder mit Voerder Bürgern ins Gespräch, die an der ein oder anderen Stelle ein Problem hatten. „Die Menschen sind offen, wenn man sie auf der Straße trifft und freuen sich, wenn sie uns sehen“, erklärt Michael Groschek. Für viele, so meint er, bestünde Politik mittlerweile aus „denen da oben“ und hätte mit Bürgernähe nicht viel zu tun. Ein Bild, gegen das die beiden Politiker etwas unternehmen möchten.

So drückt Jürgen Preuß etwa einem Bürger, mit dem die beiden Politiker ins Gespräch kommen, seine Visitenkarte in die Hand. „Natürlich können Sie mich anrufen. Dafür bin ich schließlich da“, sagt er. Einer engagierten Dame empfehlen er und Michael Groschek direkt, selbst in die Politik zu gehen. „Aber wenn, dann bitte bei der SPD“, sagt Preuß.

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