Regionalplan

Neue Altersstruktur erfordere neuen Wohnraumbedarf in Hünxe

Der neue CDU-Ortsverbandsvorsitzende Sebastian Hoffmann mit Stellvertreterin Andrea Dase-Blumenroth und Referent Arnd Cappell-Höpken (v.r.n.l.).

Der neue CDU-Ortsverbandsvorsitzende Sebastian Hoffmann mit Stellvertreterin Andrea Dase-Blumenroth und Referent Arnd Cappell-Höpken (v.r.n.l.).

Foto: NRZ

Hünxe.   Arnd Cappell-Höpken informierte beim CDU-Ortsverband Hünxe/Gartrop-Bühl über den Regionalplan des RVR. Sebastian Hoffmann ist neuer Vorsitzender.

Der Regionalplan stellt die Weichen auch für die Entwicklung der Gemeinde Hünxe in den nächsten 15 bis 20 Jahren. Inhaltlich regelt er mögliche Flächenausweisungen für Wohn- und Gewerbegebiete, für Naturschutz, Deponien, Abgrabungen und vieles mehr. Im Rahmen der Mitgliederversammlung des CDU-Ortsverbandes Hünxe/Gartrop-Bühl im STV-Vereinsheim mit Neuwahlen des Vorstands (s. Box) informierte Arnd Cappell-Höpken, CDU-Kreistagsmitglied und Mitglied der RVR-Verbandsversammlung, die Besucher zu Hünxer Belangen.

Mit dabei waren auch die Vorsitzenden Wilhelm Windszus (Gemeindeverband), Dr. Michael Wefelnberg (Fraktion), Christopher Horstmann (Junge Union), Adelheid Windszus (Frauen-Union) und Willy Pillekamp (Senioren-Union).

Der Referent sprach von einem „hochkomplexen Thema“ und einem 2500-Seiten-Werk, das in den vergangenen acht Jahren entstanden sei. „Einige Seiten sind auch der Gemeinde Hünxe gewidmet.“ Der Plan liege bis Ende Februar aus, er rechne mit vielen Einwänden, so Cappell-Höpken, und mit einer „Umsetzung nicht vor 2020. Vielleicht gibt es auch eine zweite Offenlage.“ Die Datenerfassung beim Flächenbedarf sei „relativ alt“, nach 2014 im Regionalplan nicht abgebildet. „Eine neue Altersstruktur erfordert auch neuen Wohnraumbedarf.“

Die Ausweisungen für die gesamte Gemeinde Hünxe seien mit zehn Hektar „sehr spärlich“ (allein Bruckhausen habe fünf), seit 2016 sei im Kreis Wesel jeden Tag ein Hektar Fläche verbraucht worden, „vor allem für Auskiesung“, sagte der Referent. Im Gebietsentwicklungsplan von 1999 seien für Hünxe noch Flächenreserven vorhanden gewesen, davon würden im neuen Regionalplan 18 Hektar, „die noch nicht entwickelt sind“, zurückgenommen. „Hünxe sollte mehr Fläche in der Nähe zum Ortskern anfordern“, riet Cappell-Höpken, „und wir werden in Hünxe künftig höher und noch barrierefreier bauen müssen.“

Im Gewerbegebiet Bucholtwelmen weise der Regionalplan einen „Kooperationsstandort“ (25 Hektar) für Großbetriebe aus, Drevenack und Gartrop seien keine Siedlungsschwerpunkte. Auch den Ausbau des Glasfasernetzes sehe der RVR-Plan vor, ebenso die Ertüchtigung des Wesel-Datteln-Kanals samt Schleuse. Am Flugplatz Schwarze Heide entstehe ein „flugaffines“ Gewerbegebiet, überraschend seien die ausgewiesenen Aussandungsflächen drum herum „bis weit nach Hünxe hinein“. Arnd Cappell-Höpken nannte noch geplante Austonungen (16 Hektar) mit Wiederverfüllung bei der Firma Nottenkämper und eine mögliche dritte Fläche für Windräder im Hünxer Wald.

Sebastian Hoffmann wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er löst Dirk Mertens ab. Neue stellv. Vorsitzende ist Andrea Dase-Blumenroth.

Weitere Wahlergebnisse: Schriftführerin ist Tanja Pollmann, Mitgliederbeauftragter Heinz Lindekamp. Als Beisitzer fungieren Bernd Chronz, Hermann Hähnel, Christopher Horstmann, Andreas Preuss und Marcus Rohrbacher.

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