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Neuer Bebauungsplan nach einer Klage gegen die Stadt Voerde

Aus dem Gewerbegebiet Bahnhofstraße soll ein Mischgebiet werden. Vorhandene Betriebe genießen Bestandsschutz.

Foto: Hans Blossey

Aus dem Gewerbegebiet Bahnhofstraße soll ein Mischgebiet werden. Vorhandene Betriebe genießen Bestandsschutz. Foto: Hans Blossey

Voerde.   Nach einer Klage gegen die Stadt gibt es nun Änderungen für das Gebiet Bahnhofstraße/Ringstraße. Einstimmiges Votum des Planungsausschusses.

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Der Bebauungsplan Nr. 135 „Bahnhofstraße / Ringstraße“ war die Kerndrucksache für den Planungs- und Umweltausschuss der Stadt Voerde. Nachdem die Stadt hier von einem Lebensmitteldiscounter, der seine Fläche erweitern wollte, erfolgreich verklagt wurde, wollte die Verwaltung hier tätig werden.

„Der Discounter möchte dort ein vergleichbares Sortiment nur auf größerer Fläche anbieten“, erklärte Wilfried Limke, der erste Beigeordnete der Stadt.

Eine Entwicklung hin zu breiteren Gängen und niedrigeren Regalen, auch mit Blick in die Zukunft, wie es Limke ausdrückte. „Wir wollen die Entwicklung dort nicht blockieren aber gleichzeitig auch negative Einflüsse auf das Stadtzentrum verhindern“, fasste Limke die Ideengebung der Stadtverwaltung zusammen.

Neuer Bebauungsplan

Um das zu gewährleisten soll der bisherige Bebauungsplan aufgehoben werden und durch den neuen ersetzt werden. Gleichzeitig ändert sich der Flächennutzungsplan, da aus dem bisherigen Gewerbegebiet teilweise ein Mischgebiet werden soll.

„Die bestehenden Unternehmen dort genießen natürlich alle Bestandsschutz“, erklärte Alexander Behringer, Fachbereichsleiter für die Stadtentwicklung im Rathaus.

Nach einigen Nachfragen mit Blick auf das Einzelhandelskonzept der Stadt, dessen Umsetzung, wie Limke und Behringer betonten, mit den Veränderungen im Einklang stünde, wurde der Aufstellungsbeschluss einstimmig verabschiedet.

Verbinungsweg kostenneutral

Bei der Widmung der Gemeindestraßen Grüner Weg, Benninghoffsweg, Scholtenbusch und Heideweg bat die CDU-Fraktion um die Ergänzung, dass der lediglich als Fuß- und Radweg gewidmete Verbindungsweg zwischen dem Benninghoffsweg und dem Küttemannweg, wie von der Verwaltung vorher zugesagt, für die Anwohner kostenneutral bleiben sollte. Mit dieser Änderung stimmten die Ausschussmitglieder auch diesem Beschluss einstimmig zu.

Einige Mitteilungen gab es von Seiten der Verwaltung. So ist die Stadt Voerde über den RVR im Solarkataster Ruhr zu finden. Hier wird die Eignung eines jeden Hausdaches für Solaranlagen aufgelistet. „Das ersetzt keine Fachberatung, kann aber schon einen ersten Eindruck vermitteln“, erklärte Alexander Behringer.

Kostenlose Energieberatung

Das Angebot soll in Zukunft auf der Internetseite der Stadt Voerde verlinkt werden. An dieser Stelle wies man von Seiten der Verwaltung auch noch mal auf die kostenlose Energieberatung hin, die Energieberater Akke Wilmes jeden 1. Freitag im Monat von 9 bis 12 Uhr und jeden 3. Donnerstag im Monat von 13 bis 16 Uhr in Raum 240 des Rathauses anbietet (Anfragen und Anmeldungen unter 02855/80447).

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