Hoher Besuch

Nuntius aus Uganda in Voerde: Caritas bedeutet „Heimat“

Nuntius Augustine Kasujja aus Uganda und Diakon Michael van Meerbeck feierten die Hl. Messe in der Kapelle des Caritasverbandes in Friedrichsfeld.

Nuntius Augustine Kasujja aus Uganda und Diakon Michael van Meerbeck feierten die Hl. Messe in der Kapelle des Caritasverbandes in Friedrichsfeld.

Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Services

Voerde.  Der Nuntius des Papstes aus Uganda, Augustine Kasujja, besuchte die Caritas und feierte die Hl. Messe. Ordensschwestern trommelten und sangen.

Sie sind Schwestern vom Orden „The Sisters of Immaculate Heart of Mary Reparatrix Ggogonya“ bei Kampala in Uganda. Noch in diesem Jahr werden die drei Ordensfrauen, die seit fast zehn Jahren Mitarbeiterinnen der Caritas sind und an der Brückstraße in Dinslaken wohnen, auf das neue Gelände des Caritasverbandes in Friedrichsfeld ziehen, in kleine Appartements mit Garten – direkt hinter der Kapelle.

Dort gab es gestern hohen Besuch eines Landsmannes, über den sich Sr. M. Maxencia, Sr. M. Floriana, Sr. M. Proscovia, als Gast Karmeliterin Sr. Resty aus Hannover und natürlich Caritasdirektor und Diakon Michael van Meerbeck sehr freuten. Kein Geringerer als der Nuntius (Botschafter) des Papstes in Belgien und Luxemburg, Augustine Kasujja aus Uganda, wollte bei seinem erneuten Deutschlandbesuch auch das neue Domizil der Caritas kennen lernen.

Jesus Christus wäre heute Mitarbeiter der Caritas

Coronabedingt in Anwesenheit von nur einigen Mitarbeitern, Pastor Wilhelm Kolks und natürlich den Ordensschwestern begrüßte van Meerbeck den Gast und erzählte über den Caritasverband, unter anderem mit drei Altenheimen, eins werde noch gebaut. „Kann ich mich dort anmelden?“, scherzte der Nuntius. Für ihn bedeute Caritas immer „ein Stück Heimat“. Dass in dieser schwierigen Zeit Gottesdienste im Internet von Christen mitgefeiert werden können, sei lobenswert.

„Jetzt freue ich mich, die Hl. Messe mit Ihnen in dieser schönen Kapelle zu feiern.“ Meistens spreche er französisch und englisch, „aber Gott versteht uns alle zusammen“. Die drei Ordensfrauen aus St. Vincentius hatten Trommeln mitgebracht und sangen in ihrer Landesprache. Dann betete der Nuntius für den Caritasdienst „mit Herz und Hand, Freude und Begegnung“. Auch Jesus Christus wäre heute Mitarbeiter der Caritas. „Er ging jeden Tag zu den Menschen, die Kranken kamen zu ihm.“ Er habe geistige Barmherzigkeit gezeigt, sich denen zugewandt, die nicht glauben. „Das brauchen wir auch heute.“

„Jeder ist ein Ebenbild Gottes durch unsere Liebe“

Als Nuntius habe er acht Jahre in Algerien gelebt und gearbeitet. Oft seien Muslims zu ihm gekommen mit dem Wusch, getauft und Christ zu werden. Später habe er mit „allen Ex-Muslims“, etwa 50 Personen, die Hl. Messe gefeiert. Doch auf den Straßen hätten sie Angst, sich zum christlichen Glauben zu bekennen. Kirche habe viele Gesichter, aber die Botschaft sei immer gleich: „Jeder ist ein Ebenbild Gottes durch unsere Liebe. Das ist Caritas!“

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