Skandal

Ölpellets: Kreis geht Vorwürfen gegen Mitarbeiter nach

Auf diesem Berg wurden illegal Ölpellets entsorgt.

Auf diesem Berg wurden illegal Ölpellets entsorgt.

Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services

Kreis Wesel.  Skandal um Ölpellets: Die Staatsanwaltschaft hat den Vorwurf gegen einen Kreis-Mitarbeiter fallen gelassen, der Kreis prüft nun als Dienstherr.

Nachdem die Staatsanwaltschaft Duisburg den Vorwurf der Bestechlichkeit gegen einen Mitarbeiter des Kreises Wesel wegen Verjährung fallen gelassen hat, prüft nun der Kreis Wesel als Dienstherr nach Disziplinarrecht gegen den Mann vorzugehen.

Wie der Kreis Wesel auf NRZ-Nachfrage erklärte, sei die entsprechende Akte bereits von der Staatsanwaltschaft Duisburg angefordert worden. Sobald sie bei der Kreisverwaltung eingegangen sei, werde sie einer eingehenden Prüfung unterzogen.

Hat ein Mitarbeiter bei Kontrollen ein Auge zugedrückt?

Dabei geht es um die Kontrollen der Schermbecker Tongrube Mühlenberg, auf der jahrelang insgesamt etwa 30.000 Tonnen giftige Ölpellets illegal abgelegt wurden. Der Mitarbeiter habe – laut einem Zeugen – bei der Kontrolle ein Auge zugedrückt, dafür im Gegenzug ein Luxusauto, Hilfen beim Umbau seines Hauses und Geld erhalten.

Der betroffene Mitarbeiter sei auf eigenen Wunsch bis zum Abschluss der Prüfungen nicht mehr für die Kontrollen bei der Firma Nottenkämper zuständig, so der Kreis Wesel außerdem.

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