ÖPNV: Niag soll in Voerde nachbessern

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Voerde.  CDU, Wählergemeinschaft (WGV), Linke und die Einzelvertreter im Rat, Bernhard Benninghoff (FDP) und Hans-Peter Bergmann (parteilos), fordern die Niag auf, bei ihren Plänen zum ÖPNV-Angebot in Voerde im Sinne der Bürger nachzubessern. Ende Februar hatte die Verwaltung der Politik die Änderungsvorschläge des Nahverkehrsanbieters mit der Drucksache „Optimierung des ÖPNV-Angebots“ vorgelegt und vorgeschlagen, dass der Rat diese zur Kenntnis nimmt und die Verwaltung beauftragt, bei der Umsetzung mitzuwirken. WGV-Fraktionschef Christian Garden kritisierte die Vorlage scharf und erreichte bei den anderen Fraktionen ein Umdenken. Die Verwaltung soll die Stellungnahme überarbeiten und der Politik erneut vorlegen, lautet der einstimmige Beschluss des Rates.

Der Titel der alten Drucksache sei irritierend, denn von „Optimierung“ im Sinne der Voerder Bürger könne nicht die Rede sein, bekräftigt die Kritiker-Koalition. Die Niag plane, die Linie 25 zwischen Voerde und Friedrichsfeld nur noch als Schulbus fahren zu lassen. „Das würde die Erreichbarkeit des Ärztehauses und mehrerer Arztpraxen entlang der 25er-Strecke für die auf den Bus angewiesene Bevölkerung in erheblichem Maße erschweren, gar unmöglich machen. Hallenbad und Freibad wären betroffen, ebenso wie mehrere Seniorenheime, das Rathaus mit dem Bürgerbüro, die Polizeiwache oder das Wasserschloss. Der Ortsteil Stockum wäre gänzlich vom ÖPNV abgeschnitten, wie für den Ortsteil Spellen der Umstieg auf die Linie 25 wegfiele.“ Zusätzlich verschärft werde dies durch einen von der Niag ins Gespräch gebrachten 120-Minuten-Takt auf der Linie 81 zwischen Spellen, Friedrichsfeld und Wesel.

Die Kritiker bitten die Verwaltung, mit Bahn und Niag ein Marketing- und Optimierungskonzept zu entwickeln, das einen pragmatischen Anreiz für Berufstätige und Studenten in Voerde bietet, auf den ÖPNV umzusteigen. Wenn Berufspendlerströme künftig vermehrt vom Pkw auf den ÖPNV gelenkt würden, führe dies zu einer Entlastung der Straßen, bemerken sie mit Blick auf die umstrittene Neuplanung der B8.

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