Politik

Partei Dinslaken beantragt Verbot von Wahlplakaten

Wahlplakate seien nicht mehr zeitgemäß, findet „Die Partei“ in Dinslaken.

Wahlplakate seien nicht mehr zeitgemäß, findet „Die Partei“ in Dinslaken.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Die Fraktion der „Partei“ in Dinslaken will Wahlplakate verbieten lassen. Parteien sollen sich stattdessen bei einem „Festiwahl“ präsentieren.

Die Partei „Die Partei“ will Wahlplakate in Dinslaken verbieten und stellt einen entsprechenden Antrag, den Parteien künftig keine Sondergenehmigungen zur Wahlsichtwerbung beziehungsweise Plakatierung im Stadtbereich mehr zu erteilen. Stattdessen soll die Stadt den Parteien jeweils gleichgroße Flächen auf städtischen Plakatwänden zuweisen, die im Bereich der Marktplätze und am Neutorplatz durch die Verwaltung aufgestellt und zur Verfügung gestellt werden. Und die Partei schlägt Wahlwerbung in Form eines „Festiwahls“ in der Kathrin-Türks-Halle vor.

„Werden dadurch tatsächlich Wahlentscheidungen beeinflusst“

„Alle Jahre wieder, zur Wahlzeit, werden wir Zeugen:innen eines politischen Phänomens: An den Laternenmasten hängen über Nacht Plakate nahezu aller Parteien – mit Slogans und Konterfeien, in allen erdenklichen Farben, manche schön, viele weniger schön anzusehen“, so die Partei. „Sind Plakate wirklich noch zeitgemäß? Werden dadurch tatsächlich Wahlentscheidungen beeinflusst?“ fragt die Partei. Diese Form der Wahlwerbung komme immer schlechter an, die Wahlplakat,e würde „einfach nur nerven und das Stadtbild verschandeln“ und sei auch unter „Aspekten der Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit abzulehnen.“

Vorschlag: Broschüre oder „Festiwahl“

Dass Wahlkampf ohne Plakate funktioniere, zeige das Beispiel Soltau. Dort hätten alle Parteien gemeinsam eine Broschüre finanziert, in der sie sich gleichberechtigt programmatisch vorstellen. Alternativ könnten sich die Parteien bei einem „Festiwahl“, einer Veranstaltung mit Vorstellung der Kandidat:innen, Diskussionen, Wahlständen, Vorträgen und Musik, in Stadthalle oder Burgtheater präsentieren. „Eine Art Politik-Poetry-Slam mit Unterhaltungsfaktor für das gemeine Wahlvolk, ein generationsübergreifender politischer Fernsehgarten mit Informationscharakter“, so die Partei. Das Geld, das dann bei den Plakaten eingespart werden, könne der Finanzierung des „Festiwahls" dienen oder an gemeinnützige Organisationen in Dinslaken gespendet werden.

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