Hitze

Partei fordert Bewässerungssäcke für Bäume in Dinslaken

So sieht ein Bewässerungssack für Bäume - hier ein Beispiel aus Erfurt - aus. Die UBV spendiert der Stadt Dinslaken zum Testen zehn solcher Säcke.

So sieht ein Bewässerungssack für Bäume - hier ein Beispiel aus Erfurt - aus. Die UBV spendiert der Stadt Dinslaken zum Testen zehn solcher Säcke.

Foto: Marco Schmidt / TA

Dinslaken.  Die UBV schlägt die Anschaffung von Bewässerungssäcken vor. Damit könnten die Stadtbäume in Dinslaken effektiv und zeitsparend bewässert werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die UBV will die Straßenbäume in Dinslaken besser gegen die Hitze wappnen. Die Partei beantragt die Anschaffung von Bewässerungssäcken für Jungbäume und Straßenbäume im Stadtgebiet.

Trockenheit hat den Bäumen stark zugesetzt

Die Trockenheit im vergangenen Jahr habe den Bäumen sehr zugesetzt. Aktuell seien vier städtische Mitarbeiter ausschließlich zur Bewässerung im Einsatz. Über Fässer mit einem Fassungsvermögen von 4500 Litern und Standrohre werden die 80 Blumenkästen, 140 frisch gepflanzte Bäume, zahlreiche weitere jüngere Bäume und 120 Bodendecker gewässert. Die Feuerwehr spendiert dem Grün im Bergpark Lohberg, auf der Freizeitanlage Ziegelstraße oder an der Rotbachstraße bis zu 20.000 Liter pro Tag.

Auch in anderen Städten gibt es schon Bewässerungssäcke

„Ohne diesen Einsatz der städtischen Mitarbeiter und der Feuerwehr würden viele Bäume vertrocknen“, so die UBV Die „langen, regenfreien Zeiten der letzten beiden Frühjahre, der trockene Sommer 2018 und der heiße Juni 2019 hat die Oberflächen der Böden betonhart werden lassen, so dass oft kein Wasser bis an die kleinen Wurzeln vordringen kann.“ Viele Städte seien daher dazu übergegangen, vor allem junge Bäume, die in der ersten Wachstumsphase auf regelmäßige Wasserzufuhr angewiesen seien, mit Bewässerungssäcken zu versorgen. In Düsseldorf, Meerbusch oder in Wuppertal gibt es etwa solche Säcke.

Mit 100 Litern wäre ein Baum eine Woche versorgt

Die Säcke fassen 50 Liter Wasser oder mehr und werden nach Stammdicke oder benötigter Wassermenge um den Stamm herum angebracht, mit einem Reißverschlusssystem verschlossen und mit Wasser befüllt. Durch kleine Perforationslöcher im Boden oder eine leicht wasserdurchlässige Naht am unteren Ende des Behälters werde das Wasser kontinuierlich tröpfchenweise an die Baumscheibe abgegeben, so die UBV. Mit zwei verbundenen 50-Liter-Säcken käme ein Baum rund eine Woche aus, so die UBV. Das System sei effizient und spare Zeit. „Dieser Zeitvorteil erlaubt eine bessere Bewässerung der übrigen Pflanzen, die auch täglich versorgt werden müssen.“

UBV spendet zehn Säcke für die Testphase

Nach dem Sommer können die Säcke abgebaut und in der kommenden Saison wiederverwendet werden. Die Bewässerungssäcke werden laut UBV für etwa 20 Euro angeboten. „Um der Verwaltung den Anfang zu erleichtern, spendet die UBV-Wählergemeinschaft zehn Bewässerungssäcke für eine Testphase.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben