Ev. Kirche

Pfarrerin Sabine Röser wechselt von Dinslaken nach Walsum

Nach 16 Jahren nimmt das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Dinslaken Abschied von seiner Pfarrerin Sabine Röser (mit Blumenstrauß) an den Stufen des Betsaals Bruch. Eine neue Aufgabe wartet auf sie in der Ev. Kirchengemeinde Walsum-Aldenrade.  

Nach 16 Jahren nimmt das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Dinslaken Abschied von seiner Pfarrerin Sabine Röser (mit Blumenstrauß) an den Stufen des Betsaals Bruch. Eine neue Aufgabe wartet auf sie in der Ev. Kirchengemeinde Walsum-Aldenrade.  

Foto: privat

Dinslaken.  Nach 16 Jahren verlässt Pfrin. Sabine Röser-Blase den Seelsorgebereich Betsaal Bruch der Ev. Kirchengemeinde Dinslaken Richtung Walsum-Aldenrade.

„Vertraut den neuen Wegen“ heißt ein bekanntes Kirchenlied, dass im Moment als Projekt „beGEISTert“ der Ev. Kirche im Rheinland (EKiR) auch mit Musikern aus Dinslaken auf YouTube zu sehen ist. Diesen neuen Wegen muss auch die Ev. Kirchengemeinde Dinslaken vertrauen, die nun im Betsaal Bruch ein neues Kapitel aufschlägt. Nach 16 Jahren ihres Dienstes im Seelsorgebereich 2 zieht es Pfarrerin Sabine Röser-Blase weiter nach Walsum-Aldenrade. Jetzt verabschiedete sich die Seelsorgerin in einem – trotz Corona-Maßnahmen – festlichen Gottesdienst im Betsaal bei ihrer Gemeinde, den Mitarbeitenden und dem Kollegium.

In ihrer Abschiedspredigt blickte die Pfarrerin, inspiriert vom Predigtwort des „Großen Abendmahls“ aus dem Matthäusevangelium, sehr persönlich auf ihr Wirken zurück. Das Leitmotiv ihres Dienstes, nämlich Menschen ins Haus Gottes einzuladen, wurde spürbar. Sie dankte der Gemeinde, die ihr ermöglichte, selbst Teil der (in diesem Jahr) 100-jährigen Geschichte des Betsaals und seiner Menschen gewesen zu sein.

Bläserkonzert und persönlicher Abschied

Die Skriba des Kirchenkreises Dinslaken, Pfarrerin Kirsten-Luisa Wegmann, nahm anschließend die Entpflichtung vor. Nach persönlichen Grußworten von Bürgermeister Dr. Michael Heidinger und dem katholischen Kollegen Pfarrer Barthel Kalscheur gab es auf der Gemeindewiese des Betsaals am Erikaweg ein kleines Bläserkonzert des Bläserkreises Bruch und Raum für persönliche Abschiedsworte mit Sicherheitsabstand.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge vertraut sie nun den „neuen Wegen, auf die der Herr sie weist“. Als Röser-Blase 2005, aus Essen kommend, als Pfarrerin im Sonderdienst ihre Stelle antrat, hat sie mit ihren Töchtern eine neue, große Familie im Betsaal bekommen. Doch seit 2005 hat sich vieles im Gemeindeleben und in ihrer eigenen Biografie verändert. Die Kinder sind aus dem Haus, sie trägt wieder den Geburtsnamen „Röser“ und sie ist in eine neue Lebensphase hineingewachsen, der sie ab dem 1. Juli mit einem neuen Kapitel in der Dienstbiografie gerecht wird.

Neue Gestaltungsmöglichkeiten

Die kirchenkreisinterne Versetzung auf die Pfarrstelle in Aldenrade gibt ihr bei den vielen Strukturveränderungen in der Ev. Kirche neue Gestaltungsmöglichkeiten. Diese drücken sich am Besten im Wochenspruch ihres Abschiedsgottesdienstes aus: „Kommt her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken“ (Matthäusevangelium 11,28).

Einladend und warmherzig hat sie die Geschicke des Betsaals ab 2008 eigenverantwortlich geführt. Die Frauen- und Familienarbeit bildeten in Kombination mit dem Familienzentrum Brücher Spatzennest einen Leuchtturm weit über den Bezirk hinaus. Die oft unsichtbare aber wohltuende Seelsorgearbeit hat sie in den Wohnzimmern und an den Krankenbetten der Gemeinde vollbracht. Mit großem seelsorgerlichen Eifer und einem offenen Herzen hat sie sich in ihrer Gemeinde engagiert, große Teile der bereits intensiven Arbeit weitergeführt und sich mit Hingabe neue Arbeitsfelder angeeignet.

Grußwort des Bürgermeisters

Viele Gemeindeglieder danken ihr die gemeinsame Zeit. In seinem Grußwort ermunterte Bürgermeister Dr. Heidinger die Gemeinde, sich den neuen Wegen nicht zu versperren: „Der Umbruch stellt die Gemeinde natürlich vor eine unbekannte Herausforderung. Wenn die Pastorin geht, ist das immer eine tiefe Zäsur. Hier kommt noch dazu, dass mit dem personellen Wechsel auch strukturelle Veränderungen einhergehen werden, und da muss sich das bislang vertraute Gemeindeleben erst einmal wieder neu orientieren.“

Wer die Orientierung gibt? Durch Pfarrerin Sabine Röser ist jeder und jedem klar: Jesus Christus!

Stelle wird ausgeschrieben

Die Nachfolge von Pfrin. Sabine Röser-Blase ist noch offen. „Die Stelle wird wieder ausgeschrieben. Wie lange es dauert, kann man nicht sagen. Wir hoffen zum Jahreswechsel“, so Pfr. Jan Zechel, Presbyteriumsvorsitzender. Den Seelsorgebereich Nord (Lutherkirche/Erlöserkirche) betreut Pfrin. Kirsten-Luisa Wegmann (Betsaal Bruch noch offen), den Bereich Süd (Friedenskirche, Stadtkirche/Gemeindehaus) Pfr. Jan Zechel und Pfr. Armin von Eynern.

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