KATHRIN-TÜRKS-HALLE

Politik brachte Sanierung der Stadthalle auf den Weg

Der leere Saal der Kathrin-Türks-Halle. Die Stadthalle steht seit Anfang 2016 leer - wegen Brandschutzmängeln. Nun brachte die Politik die Sanierung auf den Weg.

Foto: DIANA ROOS

Der leere Saal der Kathrin-Türks-Halle. Die Stadthalle steht seit Anfang 2016 leer - wegen Brandschutzmängeln. Nun brachte die Politik die Sanierung auf den Weg. Foto: DIANA ROOS

Dinslaken.   Zwei Jahre nachdem die Schließung der Halle verkündet wurde, sprach sich der Hauptausschuss Dinslaken einstimmig für die Sanierungspläne aus.

Wie sie einmal aussehen soll, die Dinslakener Kathrin Türks-Halle, das kann man seit knapp eineinhalb Jahren vor dem Ratssaal sehen: So lange schon steht das Modell der Stadthalle dort. Nun ist die Stadt auf dem Weg zur Sanierung einen großen Schritt weiter: Der Hauptausschuss brachte am Dienstag den Baubeschluss auf den Weg - einstimmig.

Das sagt die Politik

Die SPD, die sich bei den Ausschuss-Sitzungen am Montag zu dem Thema noch nicht positionieren konnte, war nun, nach der Fraktionssitzung am Montagsabend, begeistert von dem Entwurf – und von der Vorbereitung durch die Stadt. Ronny Schneider, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, sprach der Verwaltung ein Lob für die „vorbildliche Informationspolitik“ aus. Nicht nur die Ratsmitglieder seien im Vorfeld informiert worden - auch die Bürger habe die Stadt ins Boot geholt. Zudem seien die Anregungen aus der Bürgerinformation im Mai vergangenen Jahres in die Planungen der Architekten aufgenommen worden. So wurden etwa mehr Damentoiletten eingeplant als ursprünglich vorgesehen, außerdem ergänzten die Architekten ihren Entwurf um eine Dachterrasse auf dem künftigen Multifunktionsraum. Der jetzige Balkon vor dem Foyer der ersten Etage fällt weg. Außerdem wurden die Pläne für die Gastronomie um einen großen Wintergarten mit Blick auf den Ententeich (Kosten: 900 000 Euro) erweitert.

„Uneingeschränkt“ könne die SPD daher zustimmen. Auch die CDU war laut Stefan Buchmann „stark dafür“, der Fraktionsvorsitzende Heinz Wansing hatte den Entwurf schon am Vortag für „alternativlos“ erklärt, auch Grüne und UBV hatten ihre Zustimmung signalisiert. Und so passierte der Baubeschluss nun, knapp zwei Jahre, nachdem die Stadt die Schließung der Stadthalle verkündet hatte, die erste politische Hürde.

Das ist der Zeitplan

Nun muss nur noch der Rat am Dienstag, 17. Oktober, zustimmen. Dann könnte, so sehen es die Zeitpläne der Stadt vor, bereits im Frühjahr 2018 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Nach einer Bauphase von zwei Jahren soll die Stadthalle dann im Sommer 2020 wiedereröffnen.

Das sind die Kosten

Je nachdem, ob die Stadt in den Genuss des Vorsteuerabzuges in Höhe on vier Millionen Euro kommt und je nachdem, in welcher Höhe der eingeplante Sicherheitszuschlag tatsächlich in Anspruch genommen werden muss, kostet die Herstellung der Halle die Stadt zwischen 17,4 und 23,4 Millionen Euro Eigenanteil.

Das ist der Hintergrund

Die Schließung der Stadthalle zum 1. Januar 2016 wurde im September 2015 verkündet. Brandschutzmängel machten die Maßnahme nach Angaben der Stadt notwendig. Danach bemühte sich die Stadt um Fördermittel für die Sanierung. Erhofft hatte man sich acht Millionen Euro. Das „Nein“ des Landes erreichte die Stadt im Oktober 2016. Die Finanzierung wurde neu aufgestellt, die Pläne den Bürgern und der Politik erläutert.

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