Ehrenamt

Rettungshundestaffel in Hünxe: Ehrenamt wird gelobt

Hünxe.   SPD-Bundestagskandidat Jürgen Preuß besuchte mit Vertretern von Ortsvereinen den Bundesverband Rettungshundestaffel (BRH) in Hünxe-Bucholtwelmen.

„Meine Besuche bei Organisationen, die auf ehrenamtliche Kräfte setzen, beeindrucken mich sehr und ich bin allen engagierten Menschen von Herzen dankbar. Zahlreiche Aufgaben, die ich als staatliches Pflichtprogramm betrachte, liegen in der Hand von Menschen, die ihre Freizeit opfern, um die Sicherheit aller Bürger zu gewährleisten“, sagte Jürgen Preuß, SPD-Bundestagskandidat für den Kreis Wesel, zum Abschluss seiner Ehrenamtstour. Preuß besuchte gemeinsam mit Vertretern der SPD-Ortsvereine Hünxe, Schermbeck und Voerde den Bundesverband Rettungshundestaffel (BRH) am ehemaligen Anita-Thyssen-Heim in Bucholtwelmen.

Im Gespräch mit Henri Paletta, 1. Vizepräsident des Bundesverbands, erhielt Preuß einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Rettungshundestaffel. Gegenwärtig verfügt der BRH über 100 Hundestaffeln mit insgesamt 700 Rettungshunden und 2000 Mitgliedern. Grundsätzlich sind die Tätigkeiten der aktiven Mitglieder, Ausbilder und Hundeführer im BRH unentgeltlich und ehrenamtlich. So erfüllt auch Paletta seine Aufgaben „als leidenschaftliches Hobby“ neben dem eigentlichen Beruf als Bewährungshelfer.

Daten aus Katastrophengebieten werden nach Bucholtwelmen übertragen

Auf rund 75 000 qm hat sich der BRH auf dem ehemaligen ATH-Gelände in Bucholtwelmen eingerichtet. Der Standort fungiert auch als Lagezentrum für die teils weltweiten Einsätze des BRH im Rahmen der ISAR Germany (International Search and Rescue). Dabei werden Daten der Vereinten Nationen aus Katastrophengebieten, etwa bei einem Erdbeben mit Trümmerfeldern in Südostasien, direkt nach Bucholtwelmen übertragen. Oft sind die Rettungshundestaffelführer des BRH als eine der ersten vor Ort in Krisengebieten.

Ferner finden auf dem Gelände die Ausbildungen der Hundeführer statt. Grundsätzlich sind alle Hunderassen als Rettungshunde geeignet; entscheidend ist die Beziehung zwischen Hundeführer und Hund selbst. Die Ausbildung, die über das Prinzip „Spiel und Belohnung“ funktioniert, umfasst zwei Jahre und muss mit jedem neuen Hund durchgeführt werden, selbst wenn ein Hundeführer sie bereits absolviert hat. Ausgebildet werden die unterschiedlichen Hunde auf Suchen in Trümmerfeldern, Lawinen, bei Wasserortungen und dem „Mantrailing“. Dabei können Hunde bis zu 48 Stunden eine Spur von vermissten Personen wittern und zurückverfolgen.

Forderung nach notwendiger Freistellung für ehrenamtliche Tätigkeiten

„Freiwillige Feuerwehr, Technisches Hilfswerk, DRK und der Bundesverband Rettungshunde in Hünxe sind darauf angewiesen, dass auch in Zukunft das Ehrenamt seinen Stellenwert in unserer Gesellschaft behält. Das kann nur dann funktionieren, wenn schon junge Menschen trotz Ganztagsschule den Weg zu den Hilfsorganisationen finden und wenn die notwendige Freistellung der ehrenamtlich Tätigen klar geregelt wird. Es reicht nicht aus, wenn die Helfer ihren Verdienstausfall ersetzt bekommen, auch die Arbeitgeber müssen für den Produktionsausfall eine Entschädigung erhalten“, fordert Preuß als Fazit. Gerade in kleinen und mittleren Betrieben könne ein ehrenamtlich engagierter Mitarbeiter ungewollt wirtschaftliche Probleme verursachen.

„Für die Gemeinde Hünxe ist es eine große Ehre, dass wir das Lagenzentrum der Bundesrettungshundestaffel bei uns beherbergen dürfen. Was von hier aus, teils weltweit, geleistet wird, verdient großen Respekt“, so Jan Scholte-Reh, SPD-Vorsitzender in Hünxe, der Jürgen Preuß zu diesem Termin begleitete.

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