BUNDESTAGSWAHL

Sabine Weiss und Dirk Vöpel gewinnen ihre Wahlkreise

SPD-Bundestagskandidat Dirk Vöpel (schwarze Jacke) nimmt die Gratulationen für seinen Sieg im Wahlkreis Oberhausen- Dinslaken im Rathaus Oberhausen entgegen.

SPD-Bundestagskandidat Dirk Vöpel (schwarze Jacke) nimmt die Gratulationen für seinen Sieg im Wahlkreis Oberhausen- Dinslaken im Rathaus Oberhausen entgegen.

Foto: Gerd Wallhorn

Dinslaken/Voerde/Hünxe.   Auch in den Wahlkreisen (u.a. Voerde und Hünxe) und 117 (Oberhausen-Dinslaken) büßen die großen Parteien Stimmen ein. AfD und FDP profitieren.

In den Wahlkreisen 113 (u.a. Voerde und Hünxe) und 117 (Oberhausen-Dinslaken) wurden die beiden Bundestagsabgeordneten bestätigt. Sabine Weiss (CDU) hat wie erwartet ihren Wahlkreis 113 mit 38,98 Prozent der Erststimmen gewonnen. Auch der SPD-Kandidat Dirk Vöpel holte trotz des schlechten Abschneidens der Bundespartei seinen Wahlkreis mit 38,47 Prozent auch diesmal vor der CDU-Kandidatin Marie-Luise Dött (29,08).

18 197 Menschen wählten in Dinslaken und Oberhausen die AfD

Gegenüber der Bundestagswahl 2013 musste Vöpel allerdings Federn lassen: 45 Prozent der Erststimmen waren es damals. Die CDU-Kandidatin, die vor vier Jahren noch 32,3 Prozent der Erststimmen auf sich vereinen konnte, rutschte ebenfalls ab. Der Gewinner, wie auch um Bund: die AfD. 18 197 Wähler – das sind 12,29 Prozent – in Dinslaken und Oberhausen entschieden sich für Uwe Kamann. Es folgen mit Abstand Niema Movassat (Linke, 7,65 Prozent), Roman Müller-Böhm (FDP, 6,32 Prozent). Der jüngste Kandidat dieser Bundestagswahl, Patrick Voss aus Dinslaken, holte für die Grünen 5,64 Prozent der Erststimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 73,39 Prozent.

Sabine Weiss kam diesmal nicht über 40 Prozent

Auch im Wahlkreis 113, zu dem Voerde und Hünxe gehören, büßten die Kandidaten der großen Parteien Stimmen ein: Anders als 2013, als sie noch 43,5 Prozent der Erststimmen auf sich vereinen konnte, kam Gewinnerin Sabine Weiss (CDU) diesmal nicht über die 40 Prozent-Marke. Der SPD-Kandidat Jürgen Preuß erreichte aus dem Stand zwar 32,82 Prozent, das sind aber sieben Prozentpunkte weniger als sein Vorgänger Hans-Ulrich krüger 2013. Auch hier profitierten die kleinen Parteien, vor allem AfD und FDP: AfD-Kandidat Renatus Rieger konnte 8,58 Prozent der Stimmen auf sich vereinen, die FDP konnte ihren Erststimmenanteil von 1,8 auf 7,97 Prozent steigern. Auch für die Kandidaten der Linken (Gerd Baßfeld, 5,96) und Grünen (Stefan Meiners, 5,52) ging es leicht bergauf - beide lagen 2013 bei 4,9 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 77,4 Prozent.

Die vorläufigen Endergebnisse bei Erst- und Zweitstimmen für den Wahlkreis 113:

Die Erststimmen:

Bundestagswahl 2017: Bundestagswahl 2013:
Sabine Weiss (CDU): 38,98 % Sabine Weiss (CDU): 43,5 Prozent
Jürgen Preuß (SPD): 32,82 % Hans-Ulrich Krüger (SPD): 39,2 Prozent
Stefan Meiners (Grüne): 5,52 % Tom Wagener (Grüne): 4,9 Prozent
Gerd Baßfeld (Linke): 5,96 % Sascha Wagener (Linke): 4,9 Prozent
Bernd Reuther (FDP): 7,97 % Thomas Heiske (FDP): 1,8 Prozent
Renatus Rieger (AfD): 8,58 % Holger Selig (AfD): 3 Prozent
Tufan Aydin (MLPD): 0,17 % -

Die Zweitstimmen:

Bundestagswahl 2017: Bundestagswahl 2013:
CDU: 33,7 % CDU: 39,3 Prozent
SPD: 28,68 % SPD: 34,9 Prozent
Grüne: 6,12 % Grüne: 6,4 Prozent
Linke: 6,69 % Linke: 6 Prozent
FDP: 12,39 % FDP: 4,7 Prozent
AfD: 9 % AfD: 3,7 Prozent
Tierschutzpartei: 0,76 % -

Die vorläufigen Endergebnisse bei Erst- und Zweitstimmen im Wahlkreis 117:

Die Erststimmen:

Bundestagswahl 2017: Bundestagswahl 2013:
Marie-Luise Dött (CDU): 29,08 Prozent Marie-Luise Dött (CDU): 32,3 Prozent
Dirk Vöpel (SPD): 38,47 Prozent Dirk Vöpel (SPD): 45,1 Prozent
Patrick Voss  (Grüne): 5,64 Prozent Bärbel Höhn (Grüne): 7,8 Prozent
Niema Movassat (Linke): 7,65 Prozent Niema Movassat (Linke): 7,3 Prozent
Roman Müller-Böhm (FDP): 6,32 Prozent Dorothea Dresenkamp (FDP): 1,7 Prozent
Uwe Kamann (AfD): 12,29 Prozent -
Wolf Dieter Rochlitz (MLPD): 0,18 Prozent -
Karin Schäfer (Die Violetten): 0,37 Prozent -

Die Zweitstimmen:

Bundestagswahl 2017: Bundestagswahl 2013:
CDU: 26,30 Prozent CDU: 30,1 Prozent
SPD: 33,07 Prozent SPD: 41,3 Prozent
Grüne: 5,57 Prozent Grüne: 6,6 Prozent
Linke: 8,29 Prozent Linke: 8 Prozent
FDP: 9,94 Prozent FDP: 3,3 Prozent
AfD: 12,47 Prozent AfD: 4,2 Prozent
MLPD: 0,1 Prozent MLPD: 0,1 Prozent

Eine Übersicht, wie in den einzelnen Stimmbezirken der Städte und Gemeinden am Niederrhein abgestimmt wurde, bietet das Kommunale Rechenzentrum Niederrhein: wahl.krzn.de/bw2017/. Einfach auf den gewünschten Ort klicken.

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