Baumaßnahmen

Sanierung beendet: Averbruchschule in Dinslaken zieht um

Trotz Ferien gibt es wegen des Umzugs schon viel zu tun: Alle Kollegen packen dabei mit an – und haben offensichtlich viel Freude daran.

Trotz Ferien gibt es wegen des Umzugs schon viel zu tun: Alle Kollegen packen dabei mit an – und haben offensichtlich viel Freude daran.

Foto: Sivani Boxall / FUNKE Foto Services

Dinslaken.  Sanierung des Schulgebäudes steckt in den letzten Zügen. Seit vergangener Woche packen nun die Lehrer und Mitarbeiter des Offenen Ganztags an.

Eine Woche noch, dann beginnt das neue Schuljahr in NRW. Doch an der Averbruchschule ist trotz Ferien auch diese Woche schon eine ganze Menge los. Denn: Die Grundschule, die seit 2017 von der Prozent umfangreich saniert wurde, zieht wieder zurück in ihr Gebäude. Und das bedeutet für das knapp 30 Köpfe starke Kollegium vor allem Eines: Kisten schleppen und einräumen.

Ersteres, das hat das Team rund um Leiterin Stefanie Maurer fast geschafft – vor allem, weil Sekretärin Sandra Böhm die Verteilung der Kartons, wie sie selbst mit einem Lachen schätzt, „jeden Tag zwischen neun und zwölfeinhalb Stunden“ koordiniert hat.

Bloß eingeräumt werden kann der Inhalt vieler Kartons noch nicht. „Uns fehlen einfach noch einige Möbel dafür“, sagt Maurer. „Aber sie sollen am Donnerstag und Freitag dieser Woche kommen.“ Dann heißt es: alles einräumen und eine Bestandsaufnahme machen können. „Und herausfinden: Was ist schon da und was brauchen wir noch?“, sagt Maurer.

OGS-Bereich ist aktuell schon am buntesten

Die Schulleiterin führt die NRZ gemeinsam mit Prozent-Architektin Eva Henjes, Lehrerin Daniela Frenk, Schulsekretärin Sandra Böhm und Laura Moretti Paredes, die Leiterin des Offenen Ganztags (OGS), den die Caritas hier anbietet, durch das rundum sanierte Gebäude.

Der OGS-Bereich ist aktuell schon am buntesten: Einen Kicker haben die Mitarbeiter ebenso bereits aufgestellt wie ein riesig-großes Vier-Gewinnt-Spiel, auch Bauklötze haben sie schon in einem der Räume ausgebreitet. „Wir haben uns von der Fläche hier quasi verdoppeln können“, erzählt OGS-Leiterin Laura Moretti Paredes. Dies sei auch nötig gewesen, weil die OGS rund 150 Schüler betreue. Durch das offene Gestaltungskonzept an der Schule sei es nunmehr möglich, „die Schule und den Ganztag weiter zu verzahnen“, freut sie sich. So würden unter anderem der Kreativ- und der Musik-Raum künftig von Schule wie auch OGS genutzt.

Neue Gestaltung bietet neue Möglichkeiten – auch beim Digitalen

Die Klassenräume, die sich auf den ersten und zweiten Etagen der Schule befinden, haben nun Differenzierungsräume erhalten. „Da nun generell alles sehr transparent hier ist, eröffnet uns das ganz neue Möglichkeiten“, freut sich Schulleiterin Stefanie Maurer.

Diese will die Schule auch beim Digitalen künftig verstärkt ausschöpfen. Doch bis die digitale Infrastruktur in Gänze steht, dauert es noch etwas – genau so wie mit den Außenflächen, auf denen derzeit noch gearbeitet wird. „Wir starten deshalb erstmal mit Interims-Whiteboards“, sagt Maurer. Zukünftig soll der Unterricht an der Averbruchschule allerdings mit Displays, großen Touch-Bildschirmen also, durchgeführt werden.

>> Baumaßnahmen an der Averbruchschule im Überblick

Die ersten Arbeiten an der Schule fanden 2014 und 2015 statt. Die Hausmeisterwohnung wurde damals zum Lehrer- und Verwaltungstrakt umgebaut, der Ganztag zog in die zuvor von Lehrern genutzten Räume um. Die Arbeiten kosteten 874.000 Euro.

Seit Herbst 2017 wird die Grundschule erneut umgebaut. Die Aula wurde abgerissen und neu gebaut, es wurde ein neuer Gebäudeteil errichtet, um Platz für Klassenräume und Differenzierungsräume zu schaffen. Für den gesamten Bauabschnitt hat die Prozent mit Kosten von 4,46 Millionen Euro gerechnet.

Die Außenanlagen werden aktuell noch fertiggestellt. Kosten in Höhe von 585.000 Euro sind hierfür veranschlagt.

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