Infoveranstaltung

Schnelles Internet wird für alle Bürger angestrebt

Foto: Lars Fröhlich

 Foto: Lars Fröhlich

Hünxe/Schermbeck.  Die Kommunen Hamminkeln, Hünxe und Schermbeck machen sich gemeinsam auf den Weg zum Breitbandausbau. Bürgerinformation im Landhotel Voßhövel.

Der Saal des Landhotels Voßhövel war gut gefüllt, als Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth die vielen Besucher zur Informationsveranstaltung begrüßte. Und hatte erst einmal gute Neuigkeiten zu verkünden. Bund und Land fördern zu jeweils 50 Prozent den Ausbau der Internet-Infrastruktur in den drei Kommunen Hamminkeln, Hünxe und Schermbeck. Bis zu 27,6 Millionen Euro Fördergelder könnten fließen. „Das ist mit Sicherheit die größte Investitionssumme, die in den vergangenen Jahren in unsere Kommunen fließt“, erklärte Rexforth. Ein Erfolg, den er der engen Zusammenarbeit mit seinen Amtskollegen Dirk Buschmann (Hünxe) und Bernd Romanski (Hamminkeln) und den Verwaltungen der drei Kommunen zuschrieb.

Andreas Mescheder, Geschäftsführer der Firma MICUS aus Düsseldorf, die mit den Kommunen den Plan für den Netzausbau ausgearbeitet hat, erklärte die technischen Details. Man habe zuerst die Gebäude ermittelt, in denen bisher noch kein Internet mit mindestens 30 Mbit/Sekunde verfügbar ist und bei denen auch in den kommenden drei Jahren kein Ausbau durch einen der Netzanbieter geplant ist.

553,81 Kilometer Datenkabel werden verlegt

Mit dem Ergebnis, dass in Hamminkeln knapp 1400 Adressen ohne schnelles Internet verbleiben und in Hünxe und Schermbeck jeweils rund 500. „Wir wollen eine Bandbreite erreichen, für die man Glasfaser braucht“, erklärte Andreas Mescheder. Das bedeutet: mehr als 100 Mbit/Sekunde.

Insgesamt 553,81 Kilometer Datenkabel sollen dazu in den drei Kommunen verlegt werden. Im Februar soll die Ausschreibung für das Projekt starten, wobei die Kommunen jeweils Teilprojekte ausschreiben (jeweils eins in Hünxe und Schermbeck und vier in Hamminkeln), so dass unter Umständen verschiedene Unternehmen den Netzausbau betreiben werden.

Im Februar soll das Ausschreibungsverfahren starten. „Wir rechnen damit, dass etwa im August 2020 der Ausbau abgeschlossen ist“, machte Mescheder deutlich. Wobei davon auszugehen ist, dass die Netze nach und nach ausgebaut werden und viele Bürger so schneller in den Genuss von schnellerem Internet kommen könnten, erklärte er weiter. Ziel ist dabei eine Abdeckung von 100 Prozent.

Bürger müssen Anschluss nicht bei Unternehmen beziehen

Wichtig für die Bürger: Sie selbst müssen ihren Internetanschluss nicht bei dem Unternehmen beziehen, das das Netz baut. „Die Unternehmen müssen so bauen, dass auch andere Anbieter das Netz nutzen können, wenn sie wollen“, erklärte Andreas Mescheder. Die Anschlussgebühren, die von den Unternehmen von den Verbrauchern am Ende verlangt werden, sollen aber auch bei der Ausschreibung eine Rolle spielen.

Ob sie im Rahmen des geplanten Ausbaus schnelleres Internet erhalten, können die Bürger ab der kommenden Woche auf den Internetseiten der drei Kommunen für ihre jeweilige Adresse selbst überprüfen.

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