90.Geburtstag

Schon immer ein Mann mit Elan und großer Sachkenntnis

Dr. Horst Griese, ehemaliger Oberkreisdirektor, feiert heute in Eppinghoven seinen 90. Geburtstag.

Foto: Lars Fröhlich

Dr. Horst Griese, ehemaliger Oberkreisdirektor, feiert heute in Eppinghoven seinen 90. Geburtstag. Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Dr. Horst Griese feiert heute seinen 90. Geburtstag. Der Eppinghovener war 25 Jahre Oberkreisdirektor, zunächst in Dinslaken, danach in Wesel.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Er ist wohl wie kein anderer mit dem Kreis Wesel verbunden. 25 Jahre war Dr. Horst Griese Oberkreisdirektor des 1975 geschaffenen Gebildes. Davor hatte er diese Position schon mehrere Jahre im Kreis Dinslaken inne. Heute feiert Griese, der in Eppinghoven wohnt, seinen 90. Geburtstag.

1960 trat er als Assessor in den Dienst der Bezirksregierung Düsseldorf, seit dem 1. Juli 1967 ist er mit Dinslaken, mit dem Niederrhein verbunden. Er wurde Oberkreisdirektor des damaligen Kreises Dinslaken.

Den Kreis Wesel, 1975 aus 13 links- und rechtsrheinischen Kommunen gebildet, wollte eigentlich niemand haben. Aber eine Neugliederung war notwendig, die vorhandenen Verwaltungseinheiten waren zu klein. „Sie waren noch auf der Basis von Postkutschen-Verbindungen konzipiert“, erklärte Dr. Horst Griese, als 2005 auf 30 Jahre Kreis Wesel zurückgeblickt wurde.

Rückblicke gab es auch 1992. Im dem Jahr, in dem er aus dem Amt schied, gab es etwas zu feiern: 1992 konnte er auf 25 Jahre Oberkreisdirektor zurückblicken. Damals hieß es, Griese habe nach der Neugliederung der Kreise mit Elan und Sachkenntnis die erheblichen Startschwierigkeiten der neuen Verwaltungseinheit angegangen. Die Kreisfinanzen seien in kürzester Zeit konsolidiert und das soziale Leistungsangebot sei im Laufe der Jahre erheblich ausgebaut worden. Als Oberkreisdirektor achtete er darauf, dass alle Bewohner des Kreisgebietes gleichwertig versorgt wurden. Sein Standpunkt war: Den Kreis als Einheit ohne regionales Denken sehen. „Wir alle müssen den großen Raum sehen“, sagte er einmal.

Sein Berufsleben war von Erfolgen, Ehrungen, aber auch von Enttäuschungen und Rückschlägen geprägt. In seiner Laudatio sagte Dr. Fritz Behrens, damals Regierungspräsident: Griese sei nicht nur eine Institution im Rheinland, sondern der Garant einer kontinuierlichen Entwicklung des Kreises. Er selbst kommentierte es so: „Mein Berufsleben war nicht mit Langeweile gestraft, sondern hatte die übliche Mischung aus Schönem und weniger Schönem.“

Einen Schwerpunkt legte Griese stets auf die Wirtschaftsförderung. Sie war ihm wichtig, weil die Region vom Strukturwandel geprägt war. Schon in seiner Zeit als Chef des Kreises Dinslaken erwarb sich Griese Verdienste um die wirtschaftliche Struktur: So war er maßgeblich am Bau des Hafens Emmelsum, an der Erweiterung der Kreisbahn sowie an der Ansiedlung der Aluminium-Hütte in Emmelsum beteiligt.

Horst Griese wurde 1927 in Weisen, Kreis Westprignitz, geboren. Nach dem Abitur studierte er Rechtswissenschaften in Berlin, Hamburg, und Bonn. 1959 bestand er das zweite juristische Examen, im selben Jahr promovierte er an der Universität Köln. Heute engagiert er sich bei der Ton-Stiftung-Nottenkämper als Vorsitzender des Stiftungskuratoriums, das den Vorstand berät und unterstützt. Vereine aus Hünxe und Schermbeck werden von der Stiftung unterstützt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik