Kriminalität

Seniorin aus Voerde entlarvte falschen Polizisten am Telefon

Echter oder falscher Beamter? Im Zweifel die 110 wählen, denn es könnten Trickbetrüger sein.

Echter oder falscher Beamter? Im Zweifel die 110 wählen, denn es könnten Trickbetrüger sein.

Foto: Lars Heidrich / FFS (Symbol)

Kreis Wesel.  Mindestens 18 Mal hatten sich Trickbetrüger bei Senioren als Polizisten ausgegeben – eine Voerderin gab einem falschen Beamten am Telefon Kontra.

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Falsche Polizisten auf „Streife“: Am Donnerstag haben Trickbetrüger ihr Glück bei mindestens 18 Telefonanrufen versucht – zwei in Voerde, einer in Hünxe, acht in Wesel, fünf in Schermbeck, einer in Neukirchen-Vluyn, einer in Hamminkeln – und sind dabei leer ausgegangen.

Polizeiangaben zufolge gaben sich die Täter als falsche Beamte aus und versuchten, Vertrauen bei den Angerufenen zu erschleichen. Sie stellten Fragen zu Wertgegenständen oder direkt nach Geld. In allen Fällen waren die Angerufenen Senioren, die gut informiert und umsichtig handelten: Sie gingen nicht auf die Anrufer ein und gaben keine persönlichen Daten preis, sondern legten sofort auf.

Kein Glück bei einer Voerder Seniorin

In Voerde meldete sich ein Betrüger ein zweites Mal bei einer Seniorin und beschwerte sich darüber, dass sie aufgelegt hatte, obwohl doch die Polizei anrufe. Die 85-Jährige beendete das Telefongespräch ein zweites Mal mit den Worten: „Sie spinnen doch“. Ein drittes Mal versuchte der Betrüger es nicht mehr.

Die Polizei warnt weiterhin vor Telefonbetrügern. Wer „sonderbare Anrufe“ erhalte, solle einfach auflegen und keinesfalls Auskunft zu persönlichen Daten oder Vermögenswerten geben. Im Zweifelsfall können Betroffene sich Rat bei der Polizei unter 110 suchen. Falls sie in Ihrem Telefondisplay die Rufnummer 110 mit einer Vorwahl sehen sollten, handelt es sich nicht um einen Anruf der Polizei. Bei einem Anruf der Polizei erscheint nie die Rufnummer 110.

Betrüger bei der echten Polizei melden

Gibt sich der Anrufer als Polizeibeamter aus, sollten Betroffene sich den Namen nennen lassen und selbst die 110 wählen. Denn die Polizei erfragt telefonisch keine Bankdaten wie Kontonummer und Kontostand oder Inhalte von Schließfächern.

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