Altstadtsommer

Sich einmal wie die Großen des Biathlons fühlen in Dinslaken

Die Biathlon-auf-Schalke-Tour gastierte im Rahmen des Altstadtsommers auf dem Dinslakener Altmarkt und versuchte, die Dinslakener unter fachlicher Anleitung  für den Biathlon-Sport zu begeistern.

Foto: Jochen Emde

Die Biathlon-auf-Schalke-Tour gastierte im Rahmen des Altstadtsommers auf dem Dinslakener Altmarkt und versuchte, die Dinslakener unter fachlicher Anleitung für den Biathlon-Sport zu begeistern. Foto: Jochen Emde

Dinslaken  Leider wenige Zuschauer kamen bei trübem Wetter zur Biathlon-auf-Schalke-Tour. Nur zwei Teams traten an. Die boten aber ein spannendes Duell.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

. Pünktlich zum Start der Biathlon-auf-Schalke-Tour, die am Samstag im Rahmen des Altstadtsommers auf dem Altmarkt zu Gast war, hörte es auf zu regnen. Das trübe Wetter und der grau verhangene Himmel machten dem Finale des Altstadtsommers trotzdem einen Strich durch die Rechnung, denn es fanden nur wenige Zuschauer den Weg zum Altmarkt.

Zwei Vierer-Teams und drei Einzelstarter

Daran konnte die Stelzenlady Black Barbarella mit den schwarzen Flügeln, die sie anmutig zur Musik – die aus einer Box auf ihrem Rücken erklang – durch die Luft gleiten ließ, ebenso wenig ändern, wie Clown Hiddo, der vom Zwerg Johan über den Platz getragen wurde, den Passanten zuwinkte, freundlich lächelte und mit seinem Akkordeonspiel für musikalische Unterhaltung sorgte. Ein Hingucker waren die beiden Künstler mit ihrem extravaganten Aussehen allemal und sie hätten mehr Publikum verdient, genauso wie die Teilnehmer des Jedermann-Biathlons.

Schon im letzten Jahr war die Biathlon-auf-Schalke-Tour während der Din-Tage zu Gast in der Stadt, das sei eine der besten drei Etappen gewesen, erinnert sich Martin Bremer, Organisator der Tour. In diesem Jahr traf eher das Gegenteil zu. Neun Staffeln hatten sich angemeldet – nur zwei waren gekommen. Die Familie Thiele und die Fitnessboxabteilung des OSC Averbruch waren aber mit Herzblut bei der Sache und boten den Zuschauern ein sportlich spannendes Duell. Vor den beiden Vierer-Teams gingen aber drei Einzelstarter auf die Strecke, denn der Teilnehmer mit dem besten Ergebnis des Tages darf zum großen Finale auf Schalke und anschließend den Profis beim Biathlon auf Schalke aus nächster Nähe zusehen.

Einmal „live“ auf Schalke - das wäre „großes Kino“

Bis es soweit ist, müssen aber erst einmal 400 Meter auf dem Skilanglauf-Ergometer – das übrigens auch von den Profis beim Sommertraining genutzt wird – und fünf Schüsse an der Infrarot-Schießanlage absolviert werden. Einer der Starter ist Sascha von Gersum. Der Duisburger ist Biathlon-Fan und war sogar mal in Ruhpolding. Einmal live auf Schalke dabei zu sein, wäre für ihn „großes Kino“. Schon zweimal hat er den Tagessieg bei einer Etappe des Jedermann-Biathlons verpasst. Mit sportlichem Ehrgeiz, fünf Treffern und einem Ergebnis von zwei Minuten und 16 Sekunden liegt in der Wertung bisher vorne – am Ende wird er Sieger sein.

Dann ist es soweit, die beiden Staffeln stehen in den Startlöchern. Das Team vom OSC Averbruch kommt ein wenig besser ins Rennen, ist vor allem in der Loipe sehr laufstark. Doch am Schießstand verfehlt Startläufer Axel dreimal die Scheiben – 45 Sekunden Zeitstrafe, bevor Teamkollegin Julia die Skistöcke in die Hand nehmen kann. Auch Familie Thiele hat drei Fehlschüsse, dann kann Geburtstagskind Elias auf die Strecke gehen und legt sich mächtig ins Zeug, mit vier Treffern verkürzt er den Abstand und schickt seinen Bruder Fabian – mit zwölf Jahren der Jüngste im Feld – in die Loipe.

Spaß steht im Vordergrund

Währenddessen ist Katharina, die dritte Starterin für den OSC, auf den letzten Metern, jetzt werden die Arme sichtlich schwer, mit nur einem Fehler absolviert sie aber ein souveränes Schießen. Ihr Teamkollege Martin macht es als Schlussläufer noch einmal spannend, seine drei Fehlschüsse ändern aber nichts am Ergebnis: Die Sportler vom OSC gewinnen das Duell. „Das Schießen hat wieder nicht geklappt“, meint Axel Pawlik hinterher lachend, aber mit seinem Erfolg ist das Team, das schon im letzten Jahr dabei war, sehr zufrieden.

Ohnehin stand für beide Mannschaften der Spaß im Vordergrund. Während bei den Staffeln das Ergebnis schon klar war, musste Sascha von Gersum sich noch ein wenig gedulden, denn nach dem Team-Wettbewerb hatten wieder die Einzelstarter die Gelegenheit, auf die Strecke zu gehen– und sich einmal wie die Großen des Biathlons zu fühlen.

>>> Info: Überblick über die Sieger

  • Etappensieger der 20. Touretappe in Dinslaken wurde Sascha von Gersum (39) aus Friemersheim, der nach seinen beiden 2. Plätzen in Monheim und Rheinberg nun im dritten Anlauf die Qualifikation zum Tourfinale auf Schalke schaffte. Ihm gelangen 5 Treffer in 2:16 Minuten. Platz zwei belegte Daniel Holtschneider (4/1:53), Platz drei Sebastian Spettmann (4/2:12).


    Staffelsieger wurde das Team des OSC Averbruch.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik