Schützenvereine

So fand ein Voerder Schützenkönigspaar im Privaten die Liebe

Lernten sich als amtierendes Königspaar vom BSV Mehr-Ork-Gest kennen und lieben: Königin Annika Klamer und König Marco Braßmann.

Lernten sich als amtierendes Königspaar vom BSV Mehr-Ork-Gest kennen und lieben: Königin Annika Klamer und König Marco Braßmann.

Foto: Markus Joosten

Voerde.   Liebe auf dem Thron gefunden: Königspaar des Voerder BSV Mehr-Ork-Gest ist auch abseits des Vereinslebens ein Paar. Nun suchen sie Nachfolger.

Das Lied „Es waren zwei Königskinder“ wird gerne bei der Inthronisation auf Schützenfesten gespielt. Doch wo die Königskinder in der Volksballade ein tragisches Ende finden, ist auf dem Schützenthron des BSV Mehr-Ork-Gest das genaue Gegenteil der Fall.

Aus dem Königspaar Marco Braßmann und Annika Klamer, das sich im Vorjahr relativ spontan fand, um die Schützen zu regieren, ist mittlerweile auch abseits des Vereinslebens ein Paar geworden.

Auf dem Thron besser kennengelernt

„Er hat mich damals vor dem Schießen gefragt, ob ich seine Königin werden würde“, sagt Annika Klamer. Auf dem Thron lernten sich die beiden, die sich allerdings schon seit mehr als 20 Jahren kennen, dann noch etwas besser kennen und wurden einige Monate nach dem Schützenfest ein Paar. „Über das Jahr sind wir eine Einheit geworden“, sagt der noch amtierende König Marco Braßmann.

Annika Klamer ist mittlerweile von Köln wieder in Richtung ihrer Heimat gezogen. „Zurück zu den Wurzeln“, sagt sie. Auch ihre beruflichen Pläne, die sie von Köln eventuell nach Berlin geführt hätten, haben sich geändert.

In der Regentschaft gefunkt

Und das Königspaar ist nicht das einzige auf dem jungen Schützenthron, bei dem es im Jahr der Regentschaft gefunkt hat. Zwei weitere Thronpaare haben ebenfalls auch abseits des Vereinslebens zusammengefunden. „Das ist aktive Nachwuchsarbeit“, scherzt Christian Brüninghoff, der Schriftführer des Vereins.

„Das hatten wir bisher noch nicht in unserer Vereinsgeschichte“, sagt Präsident und Vorsitzender Klaus Becker und freut sich über die positive Entwicklung, die sich aus einem relativ spontanen Königsschuss ergab.

König muss sich um wenig kümmern

Bereut hat es niemand aus der Throngesellschaft, die sich relativ spontan zusammenfand. „Man wird hier nicht alleine gelassen, wenn man König wird“, sagt Marco Braßmann. Da kann Klaus Becker nur zustimmen. „Es ist alles so organisiert, dass jeder, der möchte, den Vogel bedenkenlos abschießen kann“, sagt er.

In vielen organisatorischen Sachen gibt es beim BSV Mehr-Ork-Gest schon eine so große Routine, dass sich der neue König um nicht mehr viel kümmern muss.

Keine große finanzielle Belastung mehr

Eine riesige finanzielle Belastung ist die Königswürde auch nicht mehr, so dass sich jeder ans Gewehr trauen kann. „Ich finde es spannend, wenn jemand König wird, den vorher niemand auf dem Schirm hatte“, so Klaus Becker.

Und das kann beim BSV Mehr-Ork-Gest auch eine Frau sein, was anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Damenschießgruppe des Vereins sogar sehr gut passen würde. „Wir hatten 1991 als erster Verein im Schützenkreis eine Königin, die den Vogel selbst abgeschossen hat“, erzählt Klaus Becker.

Wer am Ende auf das Paar auf dem Schützenthron folgt, werden die Schützen und ihre Gäste beim Schützenfest vom 25. bis 27. Mai herausfinden.

>> Orker Schützenfest vom 25. bis 27. Mai Am Samstag, 25. Mai, startet das Schützenfest um 8.30 Uhr mit dem Antreten der Schützen zum Umzug. Nach dem Empfang der Ehrengäste startet das Königsschießen (gegen 15 Uhr). Ab 20 Uhr laden die Schützen dann zum Krönungsball ins Festzelt.

Am Sonntag, 26. Mai, gibt es ab 8 Uhr das ‘Große Wecken’, um 17 Uhr ist großer Zapfenstreich.

Am Montag, 27. Mai, beginnt um 15.30 Uhr das Kaffeetrinken mit Programm und ab 19.30 Uhr wird im Zelt mit DJs gefeiert.

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