Freibad Hiesfeld

Dinslaken: SPD und CDU lehnen das Bürgerbad ab

Der Freibadverein möchte das Schwimmbad in Hiesfeld als Bürgerbad betreiben.

Der Freibadverein möchte das Schwimmbad in Hiesfeld als Bürgerbad betreiben.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Dinslaken.  SPD-Parteichef Reinhard Wolf reagiert auf den Vorschlag des Freibadvereins. Durch ein Bürgerbad werden bestehende Probleme nicht gelöst.

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Die SPD Dinslaken hat auf die Ankündigung des Freibadvereins Hiesfeld, das Schwimmbad in Eigenregie zu betreiben und das wirtschaftliche Risiko übernehmen zu wollen, reagiert. Parteichef Reinhard Wolf lehnt das vom Freibadverein vorgeschlagene Modell eines Bürgerbades in Hiesfeld ab.

„Ein anderes Betreibermodell löst nicht die bestehenden Probleme der fehlenden Tragfähigkeit des Bodens“, stellt Reinhard Wolf, Vorsitzender des SPD-Stadtverbandes fest. Diese Probleme führen auch bei einem Bürgerbad zu den bereits bekannten Haftungsausschlüssen für die ausführenden Ingenieurbüros, zu einer kurzen Abschreibungszeit und damit im Ergebnis dazu, dass es kaum Kapitalgeber geben wird.

Bürgerbad wäre auf städtische Zuschüsse angewiesen

Das vom Freibadverein besichtigte Elsebad übrigens wurde seinerzeit von der Stadt Schwerte einmalig mit 850.000 DM bezuschusst und erhält seitdem jährliche städtische Betriebskostenzuschüsse von derzeit 60.000 Euro. Das bedeutet, dass auch ein Bürgerbad in Hiesfeld auf städtische Unterstützungen in bisher nicht bekannter Höhe angewiesen sein wird.

Der Rat der Stadt hat im Juli mehrheitlich das „Aus“ für ein Freibad in Hiesfeld und gleichzeitig die Entwicklung des Geländes zu einer Freizeitanlage beschlossen. Die ansässigen Vereine,insbesondere der Freibadverein, sind aufgefordert, sich aktiv an dieser Entwicklung zu beteiligen.

Für die SPD sind die Pläne des Vereins nicht zielführend

Auch die SPD bedauert das Aus für das Freibad Hiesfeld außerordentlich, muss sich aber den Fakten stellen. „Wir erwarten daher auch vom Freibadverein, sich im Interesse aller Dinslakener Bürgerinnen und Bürger konstruktiv in den Prozess der Planung gemäß dem Ratsbeschluss einzubringen. Das Festhalten an einer technisch nicht umsetzbaren Lösung ist dabei in keiner Weise zielführend“, so Reinhard Wolf.

CDU sieht keinen Anlass, um Gespräche zu führen

Der offene Brief an den Bürgermeister und an den Chef der Stadtwerke sei für ihn kein Einstieg in neue Gespräche, so CDU-Fraktionschef Heinz Wansing. Denn es bleibe ja dabei, dass ein Freibad auf einer Fläche betrieben werden soll, die dafür nach Auskunft von Gutachtern nicht in Frage kommt.

Wenn gemeint ist, dass der Verein das Grundstück zu einem angemessenen Preis kaufen möchte, würde man sich damit beschäftigen. Zurzeit haben die Stadtwerke aber den Auftrag, auf der Fläche eine Freizeitanlage zu planen. Wansing bleibt dabei, dass keinerlei Steuergelder in ein Freibad in Hiesfeld gesteckt werden. Es wäre nämlich eine mit Risiken behaftete Investition.

Mirko Perkovic (Limit) findet den Vorstoß des Vereins begrüßenswert. Warum nicht den Grund für zwei Jahre dem Verein überlassen?, fragt er. Dann könnte er beweisen, dass er es schafft. Das wäre besser, als eine Freizeitanlage zu errichten.

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