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SPD-Frauen in Dinslaken gründen eine neue AsF

 

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Dinslaken.   In Dinslaken hat sich eine neue AsF gegründet. Ein Ziel: Nach der nächsten Kommunalwahl sollen mehr SPD-Frauen im Stadtrat vertreten sein.

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„Politik ist eine viel zu wichtige Sache, um sie den Männern zu überlassen“, fand bereits in den 60er Jahren die SPD-Politikerin und Bundesministerin Käte Strobel und sprach damit den zahlreichen Frauen am Dienstagabend im Café Kostbar aus dem Herzen. Nur eine Frau sitze für die SPD derzeit im Dinslakener Rat, betonte Maria Fütterer, SPD-Frau, während der Gründungsversammlung der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF). „Das muss sich ändern. Bei der nächsten Kommunalwahl 2020 wollen wir Frauen einen großen Anteil Ratsmitglieder stellen.“

Bürgermeister Michael Heidinger sprach von einem „historischen Moment“

Das sah auch Bürgermeister Michael Heidinger (SPD) als Gast so. Er freue sich, einem für Dinslaken „historischen Moment“ beizuwohnen, und er sei sicher, dass die AsF Dinslaken ein Erfolgsmodell werden wird. „Die SPD ist in einer nicht gerade leichten Situation“, sagte er schmunzelnd, „Wahlen zu gewinnen, gestaltet sich derzeit für uns etwas schwierig.“ Und er gestand selbstkritisch ein, dass es vielleicht auch daran liegen könnte, dass niemand Wahlen gewinnen könne, der die Hälfte der Wählergemeinschaft ausschließe.

Auch würden Frauen immer noch bei gleicher Arbeit 20 Prozent weniger Lohn erhalten, ein Problem, das weiter thematisiert werden müsse. Heidinger bat die Frauen, sich nicht nur um Soziales und Kultur zu kümmern, sondern sich verstärkt den Themen Finanzen und Sicherheit zu widmen, „denn auch diese Themen sind zu wichtig, um sie den Männern zu überlassen“.

Auch bei der Planung und der Umwelt wollen die SPD-Frauen „ein Wörtchen mitreden“

Das versprachen ihm die künftigen AsF-Mitglieder nur zu gern. „Nicht nur Sicherheit und Finanzen, wir werden auch bei der Planung und der Umwelt ein Wörtchen mitreden“, sagte Maria Fütterer und wusste damit nicht nur die Dinslakener Frauen, sondern auch ihre Gäste, die AsF des Kreises, die Asf Voerde und Wesel sowie SPD-Urgestein Margarete Humpert auf ihrer Seite.

Seit einem Jahr trommelten die Frauen in den einzelnen Ortvereinen, um Mitstreiterinnen für den Neubeginn einer AsF auf Stadtverbandsebene zu gewinnen. 17 Wahlberechtigte konnte Maria Fütterer an diesem Abend begrüßen, zwölf Frauen hatten sich für die Vorstandsarbeit zur Verfügung gestellt, zwei davon bei der Gründungsversammlung.

Einstimmig gewählt wurden zur Vorsitzenden Maria Fütterer, zu ihrer Stellvertreterin Kristina Grafen, zur Schriftführerin Regina Depta und zur Stellvertreterin Monika Fischer. Als Beisitzerinnen gehören Gerda Klara, Brigitte Niklas, Ingrid Krajewski, Anette Egermeier, Marion Cirener, Lydia Reichow, Monika Bronder und Annelie Gebert-Preuß der neuen AsF an. Und sie gaben sich recht kämpferisch, versprachen Bürgermeister Heidinger, ihn nicht nur an seinen Worten, sondern auch an den Taten zu messen, denn die Politik des 21. Jahrhunderts stelle alle vor große Herausforderungen.

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