Freibad Hiesfeld

Sportausschuss spricht sich für die Freibad-Sanierung aus

Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Zwei neue Lehrschwimmbecken für das Dinamare. Nach der Abstimmung im Ausschuss spendeten die zahlreichen Zuschauern Applaus.

Die Mitglieder des Sportausschusses haben gestern Abend nicht lange diskutiert. 20 Minuten dauerte die Sitzung an, als der Vorsitzende die Abstimmung des einzigen Tagesordnungspunktes aufrufen konnte. Mehrheitlich sprachen sich die Ausschussmitglieder für den Verwaltungsvorschlag aus, das Hiesfelder Freibad zu sanieren.

Bei den Punkten Umbau des Lehrschwimmbeckens Bismarckstraße in einen Gymnastikraum und Bau zweier Lehrschwimmbecken auf dem Dinamare-Gelände fiel die Entscheidung einstimmig.

Zuschauerplätze waren gut gefüllt

Die Zuschauerplätze des Ratssaales waren gut gefüllt, Vertreter des Freibadvereins hatten Banner gespannt und applaudierten nach der Abstimmung. Während die Anhänger des Hiesfelder Freibades mit der Entscheidung zufrieden sein werden, werden es die Schwimmsport treibenden Vereine nicht sein.

Wie Peter Lange, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, erklärte, werde es mit der von der Verwaltung vorgeschlagenen Lösung weiterhin Differenzen zwischen Sport- und Freizeitschwimmern geben. Anders als zum Beispiel die SPD in ihrer Pressemitteilung nach ihrer Klausurtagung geschrieben habe, werde durch diese Lösung der Bedarf der Schwimmsportvereine nicht gedeckt.

Bei Anfängerkursen, so Lange, gebe es eine Wartezeit von eineinhalb Jahren. Die, so befürchtet er, werde sich noch verlängern. Christa Jahnke-Horstmann, die zuständige Dezernentin, erklärte daraufhin, dass die Funktionen, die von den Sportvereinen benannt worden sind, im Wesentlichen erfüllt würden.

Becken steht dann nicht für Kurse zur Verfügung

Und sie verwies darauf, dass nach der Fertigstellung der beiden neuen Lehrschwimmbecken das im Dinamare vorhandene 10 mal 16 Meter große Becken nicht mehr für Kurse, sondern dem öffentlichen Badbetrieb zur Verfügung stehe.

Michele La Torre (SPD) fand für die Verantwortlichen der Verwaltung und Stadtwerke lobende Worte. Sie hätten in einer schwierigen Situation kühlen Kopf bewahrt und nun eine beschlussfähige Vorlage präsentiert. Er erinnerte daran, dass man mit der Übertragung des Hiesfelder Freibades an die Bäder GmbH etwas anderes als die Schließung erreichen wollte.

Beide Dinslakener Bäder sollten von einer Hand geführt werden. Die Entscheidung, den Betrieb im vergangenen Jahr wegen der maroden Filteranlage nicht aufzunehmen, sei richtig gewesen, so La Torre.

An der Bismarckstraße entsteht ein Gymnastikraum

Da mit Hilfe der Stadtwerke und der Bäder GmbH ein Weg gefunden wurde, die Maßnahmen finanzieren zu können, war für es für die SPD-Fraktion möglich, sich für den Verwaltungsvorschlag auszusprechen.

Stimmt Ende März auch der Rat zu, ist der Weg frei. Dann wird das Lehrschwimmbecken Bismarckstraße in einen Gymnastikraum umgebaut. Hierfür fallen Kosten in Höhe von 797000 Euro und weitere 10000 Euro für die Einrichtung an.

Auf dem Dinamare-Gelände entstehen für 5,9 Millionen Euro zwei neue Kursbecken, die über einen Hubboden verfügen, und neue Vereinsräume. Das Freibad Hiesfeld erhält ein neues, 33 mal 20 Meter großes Sportbecken, ein neues Eltern-Kind-Becken sowie eine neue Filteranlage. Hierfür fallen Ausgaben von 3,1 Millionen Euro an.

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