Finanzausschuss

Stadt Dinslaken sparte unfreiwillig 1,3 Millionen Euro

Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Im vergangenen Jahr wurde im Personalbereich weniger Geld als geplant ausgegeben. Frei gewordene Stellen konnten nicht besetzt werden.

Die Summe hört sich erst einmal gut an. Im Personalbereich konnten im vergangenen Jahr 1,3 Millionen Euro gespart werden. Das hängt aber nicht mit Einsparungen oder gar Stellenabbau zusammen. Wie gestern im Finanzausschuss erklärt wurde, liegt der Grund darin, dass freigewordene Stellen nicht wieder besetzt werden konnten.

Ein Grund dafür ist, dass der Wettbewerb der Kommunen um Arbeitnehmer wieder Fahrt aufgenommen hat. Die Städte im Ruhrgebiet stellen derzeit massiv ein, was sie viele Jahre nicht getan haben.

Befristete Verträge entfristen

Horst Miltenberger (CDU) appellierte an die Verwaltung, gute Mitarbeiter, die zurzeit mit einem befristeten Vertrag ausgestattet sind, zeitnah einen unbefristeten Vertrag zu geben. „Bevor die Leute abwandern“, so Miltenberger.

Dass Stellen nicht besetzt werden konnten, hänge mit der Lage auf dem Arbeitsmarkt zusammen, erläuterte Bernd Schroer für die Verwaltung. Das Problem trete nicht auf, wenn Mitarbeiter planmäßig ausscheiden.

Gebe es unplanmäßige Wechsel, sei es nicht leicht, die Stellen wieder zu besetzen. So konnte eine Stelle beim City-Management zwölf Monate nicht besetzt werden, weil es keinen adäquaten Bewerber gab.

Einstellungen scheitern oft am Gehalt

Schwierig sei es, Ingenieure und Techniker zu finden. Die Einstellungen scheitern häufig am Gehalt, das die Kommune zahlen kann. Da man tarifgebunden sei, gebe es auch keine Spielräume. Vorstellungsgespräche seien schnell beendet, wenn die Bewerber hören, was sie als städtischer Angestellter verdienen würden, sagte Schroer.

Im vergangenen Jahr hat die Stadt für unmittelbare Personalkosten 36,8 Millionen Euro ausgegeben, für Personalnebenkosten (z.B. Unfallversicherung, Zusatzversorgung, Beihilfen) waren es noch einmal 11,7 Millionen Euro, unterm Strich also 48,5 Millionen Euro.

Personalausgaben in Höhe von 51,1 Millionen Euro

Für dieses Jahr wird mit folgenden Ausgaben gerechnet: 37, 7 Millionen Euro unmittelbare Personalkosten, wovon elf Millionen auf Beamte entfallen und 27,6 Millionen Euro auf tariflich Beschäftigte. Hinzu kommen 12,4 Millionen Euro Personalnebenkosten, so dass der Etat mit insgesamt 51,1 Millionen Euro belastet wird.

Im vergangenen Jahr gab es bei der Verwaltung 833 Stellen, 240 Beamte und 592 tariflich Beschäftigte. Für dieses Jahr sind 837 Stellen vorgesehen, die 599 tariflich Beschäftigte und 237 Beamte besetzen.

Die Überwachung des ruhenden Verkehrs wird ausgebaut

Für den Ausbau der Überwachung des ruhenden Verkehrs sind zwei weitere Stellen vorgesehen. Der Streifendienst in den Parkanlagen wird um eine Stelle erweitert. Eine weitere Stelle ist im Stadtarchiv vorgesehen. Die Fachangestellte erhält einen unbefristeten Vertrag.

In der Bibliothek wird eine Stelle im Umfang von 15 Wochenstunden eingerichtet, zunächst auf zwei Jahre befristet.

Seite
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben