Trockenheit

Stadt Dinslaken und Feuerwehr kämpfen gegen die Trockenheit

Die Feuerwehr bewässerte unter anderem die Bäume im Kreativquartier in Lohberg.

Die Feuerwehr bewässerte unter anderem die Bäume im Kreativquartier in Lohberg.

Foto: Stadt Dinslaken

Dinslaken.  Stadt und Feuerwehr haben Anfang des Monats mit zusätzlicher Bewässerung der Bäume und Pflanzen begonnen. Hinterher kommen sie trotzdem nicht.

Auch wenn das eher trübe, teils regnerische Wetter der vergangenen Tage nicht sofort darauf schließen lässt: Die Bäume und Pflanzen in der Region kämpfen auch weiterhin mit der Trockenheit. Deshalb hat die Stadtverwaltung ihre Bewässerungsmaßnahmen bereits seit Anfang Juli intensiviert. Vier Mitarbeiter des Din-Services sind jeden Tag ausschließlich zu diesem Zweck im Stadtgebiet im Einsatz, unterstützt werden sie von den haupt- wie auch ehrenamtlichen Kräften der Feuerwehr.

Laut Auskunft von Dinslakens Pressesprecher Thomas Pieperhoff seien zurzeit alle drei Bewässerungsfahrzeuge des Din-Services täglich im Einsatz – deren Fässer haben 1000, 1500 und 2000 Liter Inhalt. Auch einige Standrohre würden zur Bewässerung des Grüns genutzt. „Wir merken allerdings schon jetzt, dass wir damit an unsere Grenzen stoßen. Wir kommen bei der Bewässerung einfach nicht richtig hinterher“, sagt Pieperhoff. Deshalb wolle die Stadt in Zukunft eine vierte Anlage anschaffen.

Genaue Wassermenge kann die Stadt nicht beziffern

Wie viele Liter die Verwaltung in den vergangenen Wochen in die Bewässerung des städtischen Grüns hat fließen lassen, kann Pieperhoff nicht beziffern. Wie er erklärt, werde dieser Posten nicht einzeln aufgelistet – zumindest derzeit nicht. Angedacht sei, das bis Ende des Jahres zu erarbeiten. „Das Thema Trockenheit wird uns in Zukunft ja voraussichtlich noch häufiger begegnen“, sagt er.

Auch wegen der aktuellen Diskussionen rund ums Klima sei es deshalb auch im Interesse der Verwaltung herauszufinden, was für einen Mehraufwand die zusätzliche Bewässerung bedeute, was für Mehrkosten. Die Feuerwehr hingegen könne einen Schätzwert liefern: Laut Pierperhoff habe sie vom 1. bis zum 10. Juli rund 120.000 Liter Wasser verbraucht.

So wird bei Bewässerung vorgegangen

Die Grün-Abteilung des Din-Services koordiniert die Bewässerung im Stadtgebiet: Die Mitarbeiter teilen die Bäumen und Pflanzen in die Prioritäten 1, 2 und weitere ein, erklärt Pieperhoff. Unter die erste Kategorie fallen unter anderem die über 80 Blumenkästen mit Wechselbepflanzung und Bodendecker. Baumnachpflanzungen werden meistens der zweiten Priorität zugeordnet. Sie alle würden möglichst regelmäßig gewässert, so der Stadtsprecher. Im Bergpark Lohberg sei das beispielsweise der Fall, genau so wie auf dem Grün der Freizeitanlagen oder dem Rollrasen der Bezirkssportanlagen. Und dann gebe es noch die weiteren Bäume, „wo wir leider gar nicht immer hinterher kommen können“.

Die Mitarbeiter des Din-Services würden zudem die zu bewässernden Straßen an die einzelnen Löschzüge der Feuerwehr weitergeben. „Da übernimmt dann der örtliche Löschzug die Verantwortung für ‘seine’ Straßen“, sagt Pieperhoff. Außer wenn es einen Einsatz gebe, der gehe dann natürlich vor.

Ob die Stadt ihre Bürger auch dieses Jahr wieder dazu aufrufen wird, sie bei der Bewässerung zu unterstützen? Momentan sei das noch nicht geplant, sagt der Stadtsprecher. „Aber der Sommer ist ja auch noch nicht vorbei, also können wir das auch nicht ausschließen.“ Man sei grundsätzlich auch schon jetzt dankbar, wenn Bürger nicht nur ihren Vorgarten wässerten, sondern auch mal ein oder zwei Gießkannen mehr für das Grün am Straßenrand übrig hätten.

>> DAS KOSTET EIN KUBIKMETER WASSER DERZEIT

  • Ein Kubikmeter (m3) Wasser – das sind 1.000 Liter – kostet laut Auskunft der Stadtwerke derzeit netto 1,633 Euro, brutto sind es 1,747 Euro.
  • Zu diesem sogenannten Arbeitspreis kommt noch der Grundpreis, der nach der Größe der installierten Wasserzähler jährlich berechnet wird.

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