KITAS

Stadt Dinslaken will zwei neue Kindergärten bauen

An der Hagenschule soll nach Plänen der Verwaltung ein neuer Kindergarten gebaut werden. 

An der Hagenschule soll nach Plänen der Verwaltung ein neuer Kindergarten gebaut werden. 

Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Durch weitere Maßnahmen will Dinslaken kurzfristig 152 neue Kita-Plätze schaffen. Kindergärten sollen an Hagen- und Elisabethschule entstehen.

Dinslaken hat zu wenig Kindergartenplätze. Vor allem im Bereich für Kinder unter drei Jahren aber auch für Ü3-Kinder hat die Stadtverwaltung für die kommenden beiden Jahren Fehlbedarfe festgestellt. Um abzuhelfen, will die Stadt neue Kindergärten an der Hagenschule und der Elisabethschule errichten. Kurzfristig sollen 152 neue Plätze entstehen - durch Anbauten an die Kitas Quellen- und Erikaweg, die Nutzung der Katharinenstraße und die Einrichtung dreier Großtagespflegestellen.

Das sind die Zahlen

Laut Kindergarten-Bedarfsplan fehlen im Kindergartenjahr 2018/19 im Ü3-Bereich sieben Plätze. Das ist eine Versorgungsquote von 99,6 Prozent, weil ein Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz besteht, gilt eine Versorgungsquote von 100 Prozent als bedarfsgerecht. Vor allem in Eppinghoven und im Averbruch gibt es Lücken: 68 bzw 64 Kinder haben dort keinen Platz, die Fehlbedarfe werden u.a. durch Überhänge in Feldmark/Bruch und in der Innenstadt ausgeglichen. Die Notgruppen in den Kitas Fröbel- und Taubenstraße sowie die Übergangsgruppe in der ehemaligen Kita Katharinenstraße sind bereits eingerechnet.

Im U3-Bereich fehlen im Kindergartenjahr 2018/19 insgesamt 45 Plätze – ohne die Tagespflege wären es sogar 190. Die Versorgungsquote liegt damit bei 37,2 Prozent, 40 Prozent sind das Ziel. Angemeldete Rechtsansprüche sollen durch den weiteren kurzfristigen Ausbau der Tagespflege befriedigt werden, so die Stadt.

Im U3-Bereich entspannt sich die Lage im Kitajahr 2019/20 etwas: Inklusive Notgruppen und Tagespflegestellen liegt der Fehlbedarf bei sieben Plätzen (ohne Tagespflege bei 152). Der quantitativ sehr starke Jahrgang der im Kindergartenjahr 2018/19 zwei Jahre alten Kinder wächst in den Ü3-Bereich hinein, so die Stadt. Dafür fehlen 2019/20 im Ü3-Bereich 26 Plätze, das entspricht einer Versorgungsquote von 98,6 Prozent. Im Jahr 2020/21 wird der Bedarf im U3-Bereich wieder steigen und im Ü3-Bereich sinken. Dann könnten, so die Stadt, Gruppen umgewandelt werden.

Das ist geplant

Zunächst war angedacht, an der Hagenschule vorübergehend Kita-Container aufzustellen. Stattdessen können nun vier Gruppen (20 U3- und 55 Ü3-Kinder) in der ehemaligen Kita Katharinenstraße versorgt werden. Diese war eigentlich als Übergangsquartier während der Sanierung des Kindergartens am Edithweg vorsehen, die Sanierung wird aber wegen personeller Engpässe in der Verwaltung verschoben.

Die Verwaltung schlägt der Politik vor, an der Hagenschule eine viergruppige städtische Kita zu errichten, die im Jahr 2019/20 die Kinder aus der Katharinenstraße aufnehmen soll.

Die geplante Erweiterung der Kita Talstraße ist nicht zu verwirklichen - es fehlen Räume und Platz für einen Erweiterungsbau. Statt dessen schlägt die Verwaltung der Politik den Neubau einer fünfgruppigen Kita auf dem Gelände der früheren Elisabethschule vor. Für beide Neubauten soll die ProZent die Planungen erstellen, wenn die Gremien zustimmen.

Die KiTa Quellenweg soll um eine Gruppe erweitert werden. Wegen des Zuschnitts des Grundstücks muss auch der bisherige Bewegungsraum neu errichtet werden. Ab Januar 2019 sollen hier 5 U3- und 15 Ü3-Plätze entstehen. Auch die Kita am Erikaweg soll einen Anbau bekommen - hier soll es fünf Ü3-Plätze mehr geben.

Um im U3-Bereich das Platzangebot weiter auszubauen, sollen drei Großtagespflegestellen installiert werden. Das soll 27 Plätze bringen. Entsprechende Räumlichkeiten wurden in der Innenstadt gefunden. Im Ü3-Bereich sollen Überbelegungen 25 Plätze auffangen.

Die Einrichtung der geplanten Waldgruppe, die am 1. August starten sollte, könnte sich verzögern. Auch unter dem Eindruck des Sturms „Friederike“ wird noch nach einem alternativen geeigneten Standort gesucht.

Auch der geplante Umbau der Heizzentrale an der Zeche zur Kita als Ersatz für die Kita Teerstraße wird nun doch nichts. Die RAG Montan Immobilien hat die Stadt informiert, dass die Heizzentrale abgerissen werden muss. Nun soll an der Stelle eine komplett neue Kita gebaut werden. Die Verwaltung wird den Jugendhilfeausschuss darüber unterrichten.

>>TERMIN

  • Weitere Themen auf der Tagesordnung des Jugendhilfeaussschusses (Mittwoch, 21. Februar, 17 Uhr, Bruchschule) sind u.a. das Inklusionskonzept an Schulen und Schulsozialarbeit.

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