Wasserschloss

Stadt nimmt „müffelnden“ Graben am Haus Voerde in Angriff

Noch in diesem Jahr will die Stadt dem Problem des „müffelnden“ Grabens am Wasserschloss Haus Voerde zu Leibe rücken. Das Ganze halte gut zehn Jahre, sagt Dezernent Wilfried Limke.

Foto: Hans Blossey

Noch in diesem Jahr will die Stadt dem Problem des „müffelnden“ Grabens am Wasserschloss Haus Voerde zu Leibe rücken. Das Ganze halte gut zehn Jahre, sagt Dezernent Wilfried Limke. Foto: Hans Blossey

Voerde.   Die Stadt nimmt in diesem Jahr den „müffelnden“ Wassergraben am Haus Voerde in Angriff. Bei der Maßnahme kommt ein Boot zum Einsatz.

Idylle pur wartet auf Spaziergänger am Haus Voerde an der Allee. Gerade auch jetzt im Sommer, wenn es grünt und blüht, sind das Wasserschloss und sein Umfeld ein Raum zur Naherholung – und eine Augenweide. „Das ist so schön da“, bestätigte eine Neu-Voerderin, die von Bad Ems an den Niederrhein gezogen ist, denn auch Bürgermeister Dirk Haarmann während seiner Sprechstunde auf dem Rathausplatz.

Eine andere Sinneswahrnehmung allerdings trübt den sonst so positiven Eindruck vom Kleinod an der Allee: Das Wasser am Haus Voerde stinke, berichtete die Dame dem Verwaltungschef. Haarmann versprach ihr, dass das Problem bald in Angriff genommen werden soll. Noch in diesem Jahr will die Stadt es abstellen, wie der Bürgermeister ankündigte.

Die Maßnahme kann erst im letzten Quartal, nach Ende der Vegetationszeit erfolgen

Im letzten Quartal soll es soweit sein. Die Maßnahme könne erst nach der Vegetationszeit erfolgen, Vogel- und Wasserschutz hätten eine Bedeutung, erklärt Dezernent Wilfried Limke auf NRZ-Anfrage. Der Unterbau des Wassergrabens am Haus Voerde habe keine konstruktive Abdichtung, dieser sei vielmehr dadurch dicht, dass dort Sedimente eingetragen werden. Was riecht, was zu Fäulnissen führt, ist das Material, das jüngeren Datums ist, sprich Laub etc., das in das Wasser hinein fällt. Diese Schicht muss aus dem Graben entfernt werden.

Wer nun glaubt, dass selbiger einfach ausgebaggert oder das Wasser einfach abgesaugt werden kann, der irrt, wie die weiteren Erklärungen Limkes deutlich machen. Damit die besagte gewachsene Dichtschicht in dem Graben nicht verletzt wird, sprich keine Löcher verursacht werden – die Gefahr würde beim Ausbaggern oder Wasserabsaugen bestehen – muss an dem historischen Gebäude ein Boot zu Wasser gelassen werden. Von dort aus würde dann die Fäulnisschicht mit entsprechendem Werkzeug „kleinteilig“ abgetragen, wie Limke weiter ausführt.

Nach Abschluss der Arbeiten hätte die Stadt laut Dezernent Limke gute zehn Jahre Ruhe

Ist die Arbeit vollbracht, hat die Stadt erstmal einige Zeit Ruhe. Die Maßnahme halte „gut zehn Jahre“, sagt der Dezernent. Und damit sollte am geschichtsträchtigen Haus Voerde, dessen Errichtung vor 1200 als gesichert gilt und das im Sommer dem Musikfestival Voerder Schlossabende und im Winter dem Weihnachtsmarkt die illustre Kulisse bietet, keiner mehr die Nase rümpfen müssen...

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