Spielflächen

Stadt Voerde will insgesamt zehn Spielplätze schließen

Der Spielplatz an der Ostlandstraße in Voerde ist einer von zehn Spielplätzen im Stadtgebiet, die aufgegeben werden sollen.

Der Spielplatz an der Ostlandstraße in Voerde ist einer von zehn Spielplätzen im Stadtgebiet, die aufgegeben werden sollen.

Foto: Lars Fröhlich

Voerde.   Flächen sollen vermarktet und Geld in Spielplatz-Sanierungen gesteckt werden. Acht Spielflächen sollen verkleinert werden. Politik diskutiert.

Der Antrag der SPD, den Spielflächenbedarfsplan der Stadt Voerde fortzuschreiben und die Spielflächen attraktiver zu gestalten, ist schon vier Jahre alt. In dieser Zeit prüfte der Arbeitskreis „Spielflächen und Kinderferientage“, wieviel Spielfläche in den Stadtteilen vorhanden ist und legte Qualitätskriterien für deren Ausstattung fest.

Eines der Ergebnisse: Die meisten städtischen Spielflächen seien „stark sanierungsbedürftig“. Daher will die Verwaltung nun, noch vor der endgültigen Verabschiedung des Spielflächenbedarfsplanes Ende des Jahres, Nägel mit Köpfen machen: In Absprache mit dem Arbeitskreis schlägt sie der Politik in der heutigen Sitzung des Jugendhilfeausschusses vor, acht Spielplätze zu verkleinern und zehn aufzugeben. Die Flächen, die dadurch frei werden, sollen zum Teil vermarktet werden, die Erlöse in die Qualitätsentwicklung der Spielplätze fließen. Die Spielplätze, die 2018 saniert werden, sollen den ausgearbeiteten Qualitätskriterien standhalten.

Der Arbeitskreis hat für alle Kindergartenbezirke den Spielflächenbedarf analysiert, gemessen an der Anzahl der Einwohner sowie am Anteil der Kinder und Senioren. Demographische Entwicklung und Neubaugebiete wurden ebenso berücksichtigt. Zugrunde gelegt wurde ein Spielflächenbedarf von 2,4 Quadratmetern pro Einwohner.

Diese Plätze sind betroffen

Von den Kürzungen soll vor allem Friedrichsfeld-Mitte betroffen sein. Hier sollen zwei Spielplätze aufgegeben, drei verkleinert werden: Die Spielflächen An der Wardtpumpe und Fuchskamp sollen entfallen, die Spielplätze An der Landwehr, Heiersfeld und Hugo-Müller-Straße reduziert werden. Insgesamt leben in dem Bereich 6796 Menschen, 12,9 Prozent sind jünger als 18 Jahre alt. Rein rechnerisch besteht dort ein Überangebot von 1918 Quadratmetern Spielfläche, vor allem im Bezirk zwischen Frankfurter Straße und Landwehr bestehe ein „sehr großzügiges Angebot“, weswegen dort zwei Plätze entfallen und einer verkleinert werden soll.

Auch im Bereich Buschmannshof (zwischen Bahnhofstraße und Bahnlinie) machte der Arbeitskreis 4559 Quadratmeter Spielfläche zu viel aus. Hier sollen die Spielplätze Jahnstraße und Ostlandstraße geschlossen werden, die Flächen an Bussardstraße und Finkenweg schrumpfen. In dem Bezirk leben 4633 Einwohner, davon sind 16 Prozent jünger als 18 Jahre. Wie auch in Friedrichsfeld-Mitte ist die demographische Entwicklung rückläufig. Der Arbeitskreis empfiehlt aber, den Spielplatz „Am Kindergarten“ aufzuwerten.

In Voerde-Süd sollen der Spielplatz Am Steg und Königring-Nord aufgegeben werden. Als Ersatz für den Königring sollen eine andere Fläche gesucht oder die vorhandenen Spielplätze in dem Bereich aufgewertet werden.

In Möllen soll der Bolzplatz an der Rahmstraße ersatzlos gestrichen werden, weil dieser schon länger nicht benutzt werde. Dadurch entstehe im Stadtteil zwar eine Unterdeckung an Spielflächen, weil sich dort aber „ausreichend Freiflächen“ befänden, bestehe kein Handlungsbedarf.

In Voerde-Mitte bestehe rechnerisch eine „deutliche Überversorgung“ von 8030 Quadratmetern. Hier soll der laut Verwaltung wenig genutzte Spielplatz Peterskath aufgegeben, die Spielflächen Seemannskath und Waymannskath verkleinert werden. In Götterswickerhamm soll am Unteren Hilding nur die Spielfläche erhalten bleiben, die Multifunktionsfläche, die auch von Schützenvereinen genutzt wird, nicht. Sie soll als Grünfläche bestehen bleiben. Der Spielplatz an der Rheinpromenade soll im Zuge der Deichsanierung aufgewertet werden. In Spellen soll laut Verwaltungsvorschlag der Spielplatz Schusterweg, in der Heidesiedlung der am Birkenhain aufgegeben werden.

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