Ausstellung

Stephan Brusche bei „Kunst statt Leerraum“ in Dinslaken

Stephan Brusche macht Kunst aus Bananen.

Stephan Brusche macht Kunst aus Bananen.

Foto: Lars Fröhlich

Dinslaken.   Künstler Stephan Brusche inszeniert kunstvoll bearbeitetes, vergängliches Obst in unvergänglichen Fotos: Nur einer von vielen Hinguckern bei KSL.

Alles Banane, was Stephan Brusche aus Rotterdam in kleinen, quadratischen Bilderrahmen in der temporären Galerie im KSL-Haus präsentiert: Bananen, deren Fruchtfleisch zu den Hörnern eines Wikingerhelms wurden. Bananen, auf denen mit Kugelschreiber die Beatles und der Kuss von Klimt gemalt sind. Bananen, kunstvoll geschnitzt zur Fischgräte.

Brusche schafft aus dem gelben Obst vergängliche Kunstwerke und ist damit ein Instagram-Star geworden. Am Samstag von 12 bis 20 Uhr noch kann man die Fotos, die Brusche als das eigentliche Endergebnis des kreativen Prozesses bezeichnet, im „Hotel KSL“ an der Friedrich-Ebert-Straße 90 in natura ansehen. So wie die Bilder und Objekte von mehr als 40 weiteren Künstlern, die dort und im Atelier am Rittertor präsentiert werden.

Kunstwerke aus Paketband sind sogar in Hollywood angesagt

Max Zorn klebt Kunstwerke aus Paketband und hat mit seinen illuminierten Film-Noir-Motiven inzwischen auch Kunden in Hollywood. Nach Dinslaken kommt er trotzdem. Der Leute wegen. „Das ist hier wie ein Klassentreffen“, schwärmt er. Die großformatigen Bilder, die er mitgebracht hat, kann man nur angucken, sie sind alle schon vergeben. Zwei Jahre beträgt die aktuelle Wartezeit für seine Tape-Art. Aber neuerdings gibt es auch signierte Drucke von ihm. In Museumsqualität und zum erschwinglichen Preis.

Am liebsten würde man aus jedem Atelier ein Stück mitnehmen. Ein „Augenlicht“ samt Lüsterklemmen von Restkultur-Kabarettist Herbert Menzel, der endlich in Dinslaken einmal seine verblüffend fotorealistischen Bilder zeigt. Eine der ernsten, ausdrucksstarken Menschendarstellungen der Weseler Künstlerin Claudia Holsteg-Küpper. Und, und, und. Gestern verschaffte sich Bürgermeister Dr. Michael Heidinger einen Überblick und verglich das „Hotel KSL“ mit Star Trek: „Toll. Als würde auf dem Holodeck alle drei Minuten das Programm wechseln.“

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