Schützenfest

Stephanie Szameitat: Mit Schützengenen auf den Möllener Thron

Stephanie Szameitat wurde am Samstag neue Schützenkoenigin beim BSV Möllen. Ihr Prinzgemahl ist Ehemann Dirk Szameitat.

Foto: Gerd Hermann

Stephanie Szameitat wurde am Samstag neue Schützenkoenigin beim BSV Möllen. Ihr Prinzgemahl ist Ehemann Dirk Szameitat. Foto: Gerd Hermann

Voerde.   Als Königin regiert Stephanie Szameitat zusammen mit Ehemann Dirk die Schützen des BSV Möllen. Vorgänger „Charly“ Hülsdonk musste befreit werden.

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Als um 18.17 Uhr der Rumpf des Vogels fiel, konnte Stephanie Szameitat es erst überhaupt nicht begreifen. „Ich hatte mich schon vom Stand weggedreht und wunderte mich, warum auf einmal alle jubelten“, erzählt die neue Schützenkönigin des BSV Möllen nach ihrem Erfolg am Vogelstand. Spontan war sie zum Schießen angetreten und hatte nicht damit gerechnet, dass sie tatsächlich den Vogel abschießen würde. „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagt sie mit Freudentränen in den Augen.

Dabei hätte sie eigentlich schon fast damit rechnen können. „Wir haben in der Familie schließlich die Schützengene im Blut“, erklärt die neue Regentin. Denn sowohl ihr Ehemann Dirk, als auch seine Familie sind im Schützenverein aktiv, aber auch die beiden gemeinsamen Töchter Marie und Vivien, die sehr erfolgreiche Sportschützinnen sind. Marie Szameitat qualifizierte sich erst kürzlich für die Deutsche Meisterschaft im Sportschießen in München. „Außerdem ist unser Sohn Mattes gerade Prinz hier im Verein. Das passt auch sehr gut“, erklärt die neue Königin.

Zu ihrem Prinzgemahl wählte sie sich ihren Ehemann Dirk Szameitat. Die Throngesellschaft ergänzen die Ministerpaare Yvonne Völkering und Dirk Langhoff, sowie Brigitte Penderak und Rainer Zakrzewski. Bevor Stephanie Szameitat den entscheidenden Treffer landete, hatten ihre Vereinskameraden den Vogel schon fachgerecht in seine Einzelteile zerlegt. Die Vogelpreise gingen an Palmiro Manolfi (Kopf), Fritz Rau (rechter Flügel) und Bernd Kellner (linker Flügel).

Ein besonderes Erlebnis war die Abholung des da noch amtierenden Königs Karl-Heinz Hülsdonk in Voerde, also auf dem Gebiet der Schützen des BSV „Germania“ Voerde. „Wir hatten natürlich vorher einen schriftlichen Antrag dazu an die Germanen gestellt“, erzählt Dieter Spelleken, der Präsident des BSV Möllen. Einen Wegezoll erhoben diese zwar nicht, wollten aber die Abholung des Königs überwachen. So fanden die losziehenden Möllener Schützen eine kleine Straßensperre mit Wachhäuschen vor und Wachhabende des anderen Schützenvereins. „Die haben uns dann mitgeteilt, dass sie einen Mann in Schützenuniform gefangengesetzt hatten“, erzählt Dieter Spellen. Bei Wasser und Brot in einem extra hergerichteten Hundezwinger an einem Tisch sitzend, fanden die Möllener diesen vor: ihren Schützenkönig Karl-Heinz Hülsdonk. Alle Beteiligten waren begeistert von dieser Aktion. „Geschichten dieser Art stärken auch den Zusammenhalt und die Freundschaft zwischen den Vereinen“, sagt Dieter Spelleken.

Das Schützenfest nutzte man auch für Ehrungen. Ausgezeichnet für ihre langjährige Mitgliedschaft wurden Ewald Schürmann (70 Jahre), Willi Hüsken (60 Jahre), Reiner Blecking, Willi Gockel, Hermann Hinnemann, Friedrich Rau (50 Jahre), Heinz Gaber (40 Jahre) und Andre Hinnemann und Jörg Ingenhoff für 25 Jahre. Gisbert Möltgen erhielt eine RSB-Medaille für besondere Verdienste in Silber, während Heinrich Schmitz die silberne Kreisnadel erhielt. Vom Verein selbst wurden Bernhard Hüsken, Wilhelm Spelleken, Heinz Payenberg, Dietmar List, Konrad Bosold, Helmut Schmitz (Verdienstnadel in Silber) und Uli Schneider (Medaille in Silber) ausgezeichnet.

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