Sicherheit

Straftaten in Hünxe sind deutlich gesunken

Klaus Stratenwerth (v.l.), Klaus Herbst, Bürgermeister Dirk Buschmann, Landrat Ansgar Müller und Kriminaldirektor Roland Wolff besprachen Sicherheitsfragen.

Klaus Stratenwerth (v.l.), Klaus Herbst, Bürgermeister Dirk Buschmann, Landrat Ansgar Müller und Kriminaldirektor Roland Wolff besprachen Sicherheitsfragen.

Hünxe.   Das teilte Landrat Ansgar Müller bei einem Gespräch mit Bürgermeister Dirk Buschmann mit. Ein Grund ist die erhöhte Aufmerksamkeit der Bürger.

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Landrat Ansgar Müller, Chef der Kreispolizeibehörde Wesel, hat sich mit Bürgermeister Dirk Buschmann und dem Verwaltungsvorstand getroffen, um Sicherheitsfragen zu besprechen: Nicht, weil Hünxe ein besonders unsicheres Pflaster wäre, der Landrat führt diese Gespräche derzeit mit allen Bürgermeistern. Ziel sei es, etwaige bestehende Probleme zu diskutieren und auszuräumen, gleichzeitig solle die vertrauensvolle Zusammenarbeit gestärkt werden. Müller besuchte das Hünxer Rathaus mit Kriminaldirektor Roland Wolff, stellvertretender Abteilungsleiter Polizei und dem Leiter der Polizeiwache Hünxe, Polizeihauptkommissar Klaus Herbst.

In der Runde mit Bürgermeister Dirk Buschmann und dem Leiter des Geschäftsbereichs I, Klaus Stratenwerth, ging es zunächst um die durchaus erfreuliche Entwicklung der Kriminalitäts- und Verkehrsunfallzahlen: Im vergangenen Jahr hat es in Hünxe deutlich weniger Straftaten gegeben als noch 2016, gleichzeitig konnten die Beamten auch mehr Straftaten aufklären. Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche ist zurück gegangen, ebenso Diebstähle an und aus Kraftfahrzeugen, ein Trend der sich im ersten Monat dieses Jahres fortsetzt. Genaue Zahlen will die Polizei demnächst mit der Kriminalitätsstatistik des Kreises Wesel herausgeben — das hat hierarchische Gründe: Der Innenminister des Landes darf als erster seine Zahlen bekannt geben, erst dann folgen die Kreise.

Manchmal reicht ein mulmiges Gefühl

Die Erfolge schreibt Landrat Müller vor allem auch der Aufmerksamkeit der Bürger zu, die durch frühzeitige Anrufe Straftaten verhinderten oder sogar dazu beitrugen, dass Täter gefasst werden konnten. „Manchmal reicht schon ein mulmiges Gefühl aus. Deshalb ist es umso entscheidender, dass den Menschen die Scheu genommen wird, den Notruf zu wählen“, so Müller.

Auch der Zwischenfall in Hünxe, der vor allem in den sozialen Medien über die Gemeindegrenzen hinaus hohe Wellen geschlagen hat, kam zur Sprache: Ein offensichtlicher Jagdgegner hatte mit einem Stock und einem Holzklotz immer wieder auf das Auto eines Jägers eingeschlagen. An dem Pkw war ein Sachschaden von mehr als 1000 Euro entstanden. Nachdem die Polizei zahlreiche Zeugen befragt hat, sei mittlerweile ist ein Tatverdächtiger ermittelt worden.

Vier Menschen starben 2017 bei Unfällen

Nicht nur Kriminalität war ein Thema, auch der Straßenverkehr. Landrat Müller gab einen Überblick über die rückläufigen Unfallzahlen in Hünxe. Hatten sich im Vorjahr noch 523 Unfälle ereignet, so waren es im Jahr 2017 insgesamt 438, allerdings haben sich dabei 72 Menschen verletzt (2016:59). Allein in Hünxe sind im vergangenen Jahr vier Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Besonders tragisch, so Müller: Zwei von ihnen seien noch sehr jung gewesen und hätten erst am Anfang ihres Lebens gestanden.

Als letzter Punkt standen die kommunalen Unterkünfte für Zuwanderer auf der Agenda. Erfreulicherweise ist auch hier die Lage in Hünxe weiterhin unproblematisch und entspannt.

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