„Frühschicht Dinslaken“

Über 1000 Menschen frühstücken in der Dinslakener Innenstadt

Burger Wölker bereitete auf einem Gaskocher Rührei zu. Die Idee, in Bademäntel zum gemeinsamen Frühstück zu erscheinen, hatte die Freundesgruppe, weil sie etwas besonderes zur Frühschicht Dinslaken beisteuern wollte.

Burger Wölker bereitete auf einem Gaskocher Rührei zu. Die Idee, in Bademäntel zum gemeinsamen Frühstück zu erscheinen, hatte die Freundesgruppe, weil sie etwas besonderes zur Frühschicht Dinslaken beisteuern wollte.

Foto: Jochen Emde

Dinslaken.   Unter dem Motto „Frühschicht Dinslaken“ frühstückten zwischen Neutor und Altmarkt über 1000 Menschen gemeinsam. Aktion soll wiederholt werden.

Für einen Sonntagmorgen ist es in der Dinslakener Altstadt ziemlich voll. An Bierzeltgarnituren machen es sich die Teilnehmer der „Frühschicht Dinslaken“ gemütlich. Das gemeinsame Frühstück unter blauen Himmel hat viele Menschen in die Innenstadt gelockt. Vom Altmarkt angefangen reihen sich die Tische und Bänke an den Schaufenstern der Geschäfte an der Duisburger Straße und der Neustraße entlang bis hin zum Neutor.

Zwar erwartet die Besucher des gemeinsamen Frühstücks ein strahlend blauer Himmel und Sonnenschein, aber die Temperaturen pendeln sich gerade erst um die 15-Grad-Marke ein. Für viele ein wenig zu kalt, so dass sie in dicken Pullovern oder Jacken zu den Brötchen greifen. „Es könnte ein bisschen wärmer sein“, kommentiert eine Besucherin die Temperaturen.

Zu Hüten und Sonnenbrillen gesellten sich Bademäntel

Mit denen hat die Truppe, die in Bademänteln an einem der Tische Platz genommen hat, natürlich kein Problem. „Wir wollten uns etwas besonderes einfallen lassen. Zuerst hatten wir die Idee, mit Hüten und Sonnenbrillen zu kommen und dann kamen die Bademäntel dazu“, erklärt Andrea Gaida, eine der Damen im Bademantel, den Aufzug ihrer Frühstücksgefährten. Die haben sich übrigens noch mehr einfallen lassen.

So brutzelt in einer Pfanne über einem Campingkocher gerade Rührei, für das Burger Wölker zuständig ist. „Zum Nachtisch gibt es dann den weltbesten Kalten Hund“, erzählt Delia Wölker. Den hat Angelika Weber hergestellt, die ohne Bademantel am Tisch sitzt.

Ein wenig fehlt den Teilnehmern nur die Musik

Alle sind begeistert von der Idee des Gemeinschaftsfrühstücks in der Dinslakener Innenstadt. „Das Einzige, was uns hier ein wenig fehlt, ist Musik. Die gehört eigentlich zum Frühstück dazu“, sagt Andrea Gaida.

Als hätte er es gehört, packt ein junger Mann einige Tische weiter seine Gitarre aus und beginnt leise zu spielen. „Wir hoffen alle sehr, dass diese Aktion jetzt regelmäßig hier stattfindet. Wir haben nämlich noch einige Kostümideen, die wir gerne umsetzen möchten“, sagt Josef Gaida.

Jeder kann mit jedem ins Gespräch kommen

Die Stimmung an den Tischen zwischen Altmarkt und Neutor ist dabei bestens. Es wird geklönt und hin und wieder auch mal beim Nachbartisch nachgefragt, ob man nicht den ein oder anderen Belag oder Aufstrich an der langen Frühstückstafel austauschen möchte. So kommen auch Menschen ins Gespräch, die sich vorher noch nicht kannten.

Besonderes Glück in Sachen Sonne haben die Menschen, die an den letzten Tischen am Neutor sitzen. Denn dort kommen die Sonnenstrahlen an, während man auf der Einkaufsstraße im Schatten sitzt. So finden sich hier besonders viele Gäste mit kurzärmligen Oberteilen und Sonnenbrillen.

Frühstück in der Innenstadt soll wiederholt werden

Zufrieden mit der Aktion zeigen sich auch die Organisatoren. „Wir haben natürlich riesiges Glück mit dem Wetter“, sagt Lea Eickhoff vom Organisatorenteam. Und: „Die Sonne ist da, aber die Butter schmilzt nicht. Das ist perfekt.“ Ansonsten freut sie sich darüber, dass alle 180 Tische im Vorfeld reserviert wurden und, bis auf ein paar Ausnahmen, auch besetzt sind.

Gemeinsam mit Andreas Eickhoff und Ben Perdighe hatte sie die Idee zu dem Frühstück ausgetüftelt, die von den Besuchern in der Innenstadt auf jeden Fall sehr gut angenommen wird. „Ich denke, wir werden das auf jeden Fall noch mal wiederholen“, sagt Lea Eickhoff. Die Teilnehmer wird das sicher freuen.

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